"Ernsthaftigkeit des Lebens" werde in Pandemie besonders deutlich

Theologe Lütz: Kirche sollte aus Glauben und Gebet Krise bewältigen

Aktualisiert am 24.12.2021  –  Lesedauer: 
Theologe Lütz: Kirche sollte aus Glauben und Gebet Krise bewältigen
Bild: © Media21.TV

Bonn ‐ Die Corona-Pandemie ist aus Sicht des Theologen Manfred Lütz vor allem eine Herausforderung – auch für den eigenen Glauben. "Und eine Mahnung, bewusster zu leben." Diese Herausforderung müssten die Menschen annehmen.

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In der Corona-Pandemie sollte die Kirche nach Worten des Arztes und Theologen Manfred Lütz aus dem Glauben und aus dem Gebet heraus die Krise bewältigen. Man dürfe es nicht nur darauf reduzieren "zu versichern, dass die Pandemie keine Strafe Gottes sei", sagte Lütz im Interview des Bonner "General-Anzeigers" (Weihnachten). "Wenn wir an Gott glauben, was ist die Pandemie dann? Sicherlich doch eine Herausforderung. Auch für unseren Glauben. Und eine Mahnung, bewusster zu leben." Diese Herausforderung müssten die Menschen annehmen.

Die "Ernsthaftigkeit des Lebens" werde in der Pandemie für jeden Menschen besonders deutlich, sagte Lütz. An dieser Herausforderung könne man wachsen oder eben auch scheitern. Mit Blick auf die Pandemie sei Hoffnung ganz wichtig; man dürfe sie aber nicht mit der Illusion verwechseln. "Wir wissen nicht genau, wie die nächsten Monate sein werden. Mit einer gewissen Gelassenheit und einem gewissen Gottvertrauen auf diese Zeit zuzugehen, kann jedoch mehr helfen, als permanent Informationen zu sammeln, die einem nie das Gefühl von Zuversicht geben können." (KNA)