Bischof Gregorg Maria Hanke aus Eichstätt.
Eichstätt feiert die Willibaldswoche

Aufbrechen im Glauben

Bistum Eichstätt - In Eichstätt hat die Willibaldswoche begonnen: In seiner Predigt zum Auftakt der Wallfahrtwoche rief Bischof Gregor Maria Hanke die Gottesdienstbesucher dazu auf, die eigene Berufung neu zu entdecken.

Eichstätt - 05.07.2015

Der demografische Wandel, das Wegsterben der älteren kirchengebundenen Generation sowie die rückläufige Kirchenbindung und Austritte führen zum Rückgang an Gläubigen, erklärte Hanke und rief die Gottesdienstbesucher auf, ihre persönliche Berufung, Glied der Kirche zu sein, wieder neu zu verorten. Lebendige Kirche brauche mehr als Gotteshäuser und gottesdienstliche Angebote, sagte der Bischof. "Kirche muss über unsere Kirchengebäude hinaus an vielen weiteren Orten erfahrbar werden." Dabei betonte er vor allem die Bedeutung gelebten Glaubens in den Familien. In der Fläche brauche die Kirche ihre Strukturen. "Reicht allerdings gelebtes Kirche-Sein in die Lebenswelt vieler Getaufter hinein, erfüllt eine tiefe Lebendigkeit diese Strukturen", sagte der Bischof.

Gott in die Beziehung hineinholen

Beim Familiengottesdienst im Eichstätter Dom erklärte Hanke, Begegnung lebe davon, einander Zeit zu geben und füreinander Zeit zu haben. "Diese Dimension der Begegnung gelingt, wenn wir Gott hineinholen in die Beziehung." Der Bischof wünschte den Familien und Ehepaaren, dass sie aus der lebendigen Begegnung miteinander ihren gemeinsamen Weg gestalten. "Wo Gott sein kann, dort kann Begegnung untereinander gelingen."

Am Sonntag zogen Gläubige aus den Pfarreien und Dekanaten in einer Sternwallfahrt zum Eichstätter Dom. Am Ende des Gottesdienstes mit Bischof Hanke ließen sich viele von ihnen die Reliquien des heiligen Willibald auflegen. Die Willibaldswoche steht unter dem Motto "Aufbrechen im Glauben – miteinander – füreinander". Sie dauert noch bis kommenden Samstag. (som)