Über eineinhalb Millionen Aufrufe hat ein Kurzvideo der Mädchenkantorei der Paderborner Dommusik auf dem YouTube-Kanal des Erzbistums. In dem Video zeigen nicht nur die jungen Sängerinnen ihr Können. Vor allem der Domkantor Patrick Cellnik fällt mit seinem guten Gehör auf. Allein an der Singstimme kann er alle zwölf Mädchen im Video beim Namen nennen. "Dass das Video so gut ankommt, damit habe ich nicht gerechnet", sagt der Domkantor auf Anfrage von katholisch.de.
Die Idee für das Video kam von der Kommunikationsabteilung des Erzbistums. Cellnik fand den Vorschlag gut und suchte nach Freiwilligen im Mädchenchor, die Lust hatten sich vor die Kamera zu stellen. Auch wenn Cellnik privat wenig Social-Media-affin ist, findet er es für den Chor wichtig, sich auf verschiedenen Medien zu präsentieren. Er habe damit gerechnet, dass das Video lediglich die Chorfamilien und ein paar Paderborner interessiere, doch über die Reichweite freut er sich. "Das ist für alle schön, dass die Arbeit der Sängerinnen sichtbar wird", so Cellnik.
In den Kommentaren loben viele User das Gehör des Domkantors, mit dem er es schafft, jede Stimme korrekt einer Person zuzuordnen. "Das war auch anspruchsvoll, gerade auf dem Präsentierteller keine Fehler zu machen", sagt Cellnik. "Aber für Chorleiter ist das gar keine so ungewöhnliche Situation, die Stimmen von Chormitgliedern blind erkennen zu müssen. Einen schönen Unterschied gibt es aber: im Alltag schaut man dazu noch in begeisterte Gesichter." Er leitet die drei verschiedenen Mädchenchöre, die es in Paderborn schon seit 2008 gibt, seit fünf Jahren. Zweimal pro Woche übt der Domkantor mit den Mädchen. (bak)