Um die Gewalt im Gazastreifen anzuprangern, wird der Antwerpener Bischof Johan Bonny 30 Stunden lang fasten. Der Bischof werde sich am Freitag einer Fastenaktion des Bistums und verschiedener kirchlicher Friedensinitiativen in Belgien anschließen, berichtete der flämische öffentlich-rechtliche Sender VRT (Dienstag). Bonny wird nach Angaben des Bistums am Samstag die Namen der rund 12.000 getöteten palästinensischen und jüdischen Kinder vorlesen und am Freitag und Samstag mit den Teilnehmern der Aktion beten. Diese haben auch die Möglichkeit, in der Kirche St. Karl Borromäus in Antwerpen zu übernachten. Bonny selbst wird dies dem Medienbericht zufolge aufgrund anderer Termine nicht tun.
"Es gibt die vielen Toten, aber auch die Schwerverletzten, die nirgendwo Hilfe finden. Welche Länder werden sie aufnehmen oder operieren?", fragte Bonny laut dem Bericht. Er erwarte eine politische Debatte darüber in Belgien. "Außerdem kommt jetzt der Winter: Wohin sollen all die Menschen ohne Zuhause? Was wird aus den Alten, aus Menschen mit Behinderung, die sich nicht bewegen können?"
Papst Leo XIV. hatte im August zu einem Fasten- und Gebetstag für den Frieden aufgerufen. Ebenfalls im August las der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, öffentlich die Namen der 12.000 palästinensischen und israelischen Babys, Kinder und Jugendlichen vor, die seit dem 7. Oktober 2023 getötet wurden. (cbr)