Kriegsbedingte Änderungen in Jerusalem

Kardinal sagt Palmprozession ab und verschiebt Chrisammesse

Veröffentlicht am 23.03.2026 um 11:46 Uhr – Lesedauer: 

Jerusalem ‐ Der Krieg im Nahen Osten erschwert die Feiern der Kar- und Ostertage. Die Palmsonntagsprozession in Jerusalem wurde abgesagt, die Chrisammesse auf unbekannt verschoben. Stattdessen gibt es einen Aufruf.

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In diesem Jahr wird es kriegsbedingt keine traditionelle Palmprozession über den Ölberg in die Jerusalemer Altstadt geben. Das teilte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in einem am Montag veröffentlichten Schreiben mit. Eine endgültige Angabe zu den kommenden Tagen sei wegen der sich ständig entwickelnden Lage nicht möglich; es sei "jedoch bereits klar, dass gewöhnliche, für alle offene Feiern nicht stattfinden können", so der italienische Franziskaner.

Statt der Prozession, an der üblicherweise Tausende einheimische und ausländische Christen teilnehmen, soll es einen Gebetsmoment für Jerusalem geben. Auf einen noch festzulegenden späteren Zeitpunkt verschoben werden soll die Chrisammesse in der Karwoche mit der Weihe der heiligen Öle. 

Einladung zu gemeinsamem Gebet

Pizzaballa rief die Gläubigen auf, sich am Samstag (28. März) dem Gebet um Frieden anzuschließen, "jeder von uns an seinem eigenen Ort" und im Gebet geistlich vereint. Ein entsprechendes Rosenkranzgebet wurde demnach vom früheren Franziskaner-Kustos Francesco Patton vorbereitet und kann auf der Seite des Patriarchats heruntergeladen werden.

Die Grabeskirche, das wichtigste christliche Gotteshaus in Jerusalem, ist seit Beginn des Kriegs für Besucher geschlossen. Ähnliche Einschränkungen der Kar- und Osterfeiern in Jerusalem gab es zuletzt 2020 aufgrund der Corona-Pandemie. (KNA)