Aus dem Benediktinerkloster Notre-Dame von Bellaigue im mittelfranzösischen Dorf Virlet ist ein Mönch spurlos verschwunden. Auch nach zwei Tagen Suche habe ihn die Polizei nicht finden können, berichtet die Zeitung "La Montagne" am Donnerstag. Die Hintergründe sind bislang unklar.
Am Mittwochmorgen war den Behörden das Verschwinden des Mönchs gemeldet worden. In dem abgelegenen Kloster wohnen etwa 20 Benediktiner. Mittlerweile sind auch Suchtrupps in der Luft im Einsatz.
Hintergründe liegen im Dunkeln
Über die Hintergründe des Falles ist noch nichts bekannt. "Wir wissen absolut nicht, was passiert sein könnte. Wir haben noch keinerlei Informationen", erklärte am Donnerstagmorgen Christine Boizard, die Bürgermeisterin der Gemeinde. Zwei Mönche deuteten vorsichtig an, dass "die Person nicht unbedingt aus eigenem Antrieb gegangen sein dürfte". Die zuständige Staatsanwaltschaft in Clermont-Ferrand rief zur Ruhe auf.
Das Kloster gibt es seit dem 10. Jahrhundert, ist aber nach der Auflösung während der Französischen Revolution erst seit dem Jahr 2000 wieder von Mönchen bewohnt. Die Gemeinschaft ist traditionalistisch orientiert und feiert die vorkonziliare Form der Messe. Bis 2019 hatte die Gemeinschaft enge Verbindungen zur Piusbruderschaft, entfernte sich jedoch nach Meinungsverschiedenheiten von ihr. (cph)