Absichtserklärung unterzeichnet

Bistum Würzburg: Kirchen wollen Gebäude stärker ökumenisch nutzen

Der Wetzlarer Dom ist eine Simultankirche
Bild: KNA

Das Bistum Würzburg und der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Ansbach-Würzburg wollen kirchliche Gebäude stärker gemeinsam nutzen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten laut einer Bistumsmitteilung vom Dienstag Generalvikar Jürgen Vorndran und die evangelische Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Kirchengemeinden werden demnach ermutigt, Immobilien und Räume einander zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund sind Veränderungsprozesse in beiden Kirchen, wie es hieß. "Während im Bistum Würzburg die Kategorisierung der Kirchen bereits abgeschlossen ist, sind in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die Gesamtgebäudekonzeption sowie die Bildung von Nachbarschaftsräumen in vollem Gange." Um die Gemeindearbeit zu sichern und die Menschen weiter mit der christlichen Botschaft zu erreichen, wollten die Kirchen ihre materiellen Ressourcen teilen.

Beratung zum Denkmalschutz

Die Kirchenleitungen erklärten, man wolle evangelische wie katholische Gemeindeverantwortliche unter anderem mit Prozessbegleitung, Projektsteuerung und Moderation bei den ersten Schritten der Annäherung unterstützen. Auch gebe es Beratung bei Umgestaltungen und denkmalrechtlichen, liturgischen sowie künstlerischen Fragen.

Die ökumenische Nutzung von Gebäuden könne im direkten Dialog zwischen den Pfarr- und Kirchengemeinden vor Ort erprobt werden. Für langfristige und dauerhafte Kooperationen stünden rechtliche Modelle bereit, die die Kirchenleitungen erarbeitet hätten. Auch das christliche Zeugnis sei stärker, wenn es ein gemeinsames sei, hieß es in der Absichtserklärung. (KNA)