Bischof werden ist erstaunlich einfach. Es braucht einen gültig geweihten Bischof, der einem – männlichen – Weihekandidaten die Hand auflegt und das Weihegebet korrekt spricht. Ob der weihende Bischof das überhaupt darf, ist für die Gültigkeit der Weihe unerheblich – und damit fängt das Problem an.
Wenn alles in geordneten Bahnen verläuft, sind neue Bischöfe in die hierarchische Gemeinschaft der Kirche eingebunden: Sie werden nicht ohne den Papst und schon gar nicht gegen den Papst geweiht. Nicht ohne Grund sieht das Kirchenrecht die unerlaubte Bischofsweihe als schwere Straftat an, mit der sich Weihende wie Geweihte mit Begehen der Tat die Exkommunikation zuziehen.
Entsprechend selten sind unerlaubte Bischofsweihen in der katholischen Kirche – doch in diesem Jahr gibt es gleich zwei solcher Ereignisse. Anfang Juli hat die Piusbruderschaft im Schweizer Weiler Écône vier neue Bischöfe geweiht. Gut drei Wochen später lässt sich der Obere der "Transalpinen Redemptoristen" auf der schottischen Insel Papa Stronsay zum Bischof weihen. In beiden Fällen gibt es keine Erlaubnis des Papstes.
Weihelinien verbürgen die apostolische Sukzession
Bei einer rechtmäßigen katholischen Bischofsweihe ist immer der Papst beteiligt. In der lateinischen Kirche, also der Westkirche, ernennt der Papst die neuen Bischöfe frei oder bestätigt die Gewählten in Bistümern, wo etwa das Domkapitel ein Wahlrecht hat. In den angestammten Gebieten einer katholischen Ostkirche wählen die Synoden Bischöfe aus einer Liste von Kandidaten, für die eine Zustimmung des Papstes vorliegt, außerhalb dieser Gebiete ernennt auch in der Ostkirche der Papst die Bischöfe frei. Die Ernannten oder Gewählten können sich dann erlaubt die Bischofsweihe spenden lassen.
Jede gültige Bischofsweihe führt in direkter Linie zu den Aposteln und letztlich zu Christus.
Bischöfe stehen in der apostolischen Sukzession: Ihre Weihen gehen in einer ununterbrochenen Kette über die jeweiligen Weihespender bis zu den Aposteln zurück. Historisch belegbar dokumentiert sind in der lateinischen Kirche vier Sukzessionslinien, also Ketten, die sich auf einen belegten frühesten Weihespender zurückführen lassen. Die heute verbreitetste geht auf Kardinal Scipione Rebiba zurück, der 1541 Bischof wurde. Dazu kommen noch Sukzessionslinien aus den Ostkirchen, auf die einige Bischofsweihen in katholischen Ostkirchen zurückgehen.
Auch wenn die Sukzessionslinien erst verhältnismäßig spät historisch belastbar nachweisbar sind, sind sie zentral für das Bischofsamt: Nur wer in der apostolischen Sukzession steht, ist tatsächlich Bischof. Das führt dazu, dass schismatische Bewegungen, die sich weiterhin als katholisch (oder sogar als die eigentliche katholische Kirche) verstehen, großen Wert auf die Dokumentation ihrer Weihelinien legen, nicht nur für Bischöfe, sondern für alle Geweihten.
Aus manchen Spaltungen werden Konfessionen
Durch verschiedene historische Abspaltungen sind so heute ganze schismatische Weihelinien entstanden: Ketten von Bischofsweihen, die aus einem ursprünglichen Schisma entstanden sind. Betrachtet wird dabei jeweils der Hauptkonsekrator, um die Linien zu bezeichnen. Die Kokonsekratoren, also die weiteren an der Weihe beteiligten Bischöfe, gelten nicht als eigentliche Spender des Sakraments – was man etwa daran erkennt, dass die Kokonsekratoren bei den unerlaubten Weihen in der Piusbruderschaft jeweils nicht aufgrund einer unerlaubten Bischofsweihe, sondern nur aufgrund ihres Schismas exkommuniziert wurden.
Manche Spaltungen haben zu Kirchen- und Konfessionsbildungen geführt. Sie werden heute im ökumenischen Dialog nicht unter dem Schlagwort "Schisma" verhandelt, sondern im Ausgang des Ökumenismusdekrets "Unitatis redintegratio" des Zweiten Vatikanischen Konzils "getrennte Kirchen und Gemeinschaften" genannt. Ein Beispiel dafür ist die alt-katholische Kirche. Die alt-katholischen Bischöfe führen ihre apostolische Sukzession auf den 1723 geweihten Erzbischof Cornelius Steenoven zurück, der ohne Erlaubnis Roms durch das Utrechter Domkapitel gewählt und durch den suspendierten Missionsbischof Dominique Varlet geweiht wurde.
Da die alt-katholische Kirche selbst mit der Problematik von Vagantenbischöfen in Berührung kam und damit mit der Frage, welche Bischofsweihen sie anerkennt, wurde dort dem altkirchlichen Grundsatz "nulla ecclesia sine episcopo" ("keine Kirche ohne Bischof") das spiegelbildliche "nullus episcopus sine ecclesia" hinzugefügt: "kein Bischof ohne Kirche" – reine Vagantenbischöfe ohne Gemeinde werden also nicht anerkannt, sondern nur solche, die für eine tatsächlich bestehende Diözese oder eine tatsächlich bestehende Gemeinde geweiht wurden.
In ihrer heutigen Form ist die alt-katholische Kirche nach dem Ersten Vatikanischen Konzil (1869–1870) als "Notkirche" entstanden, die sich nicht als eigene Kirche oder Konfession, sondern als die eigentliche alte Kirche bewahrende Kirche verstanden hat. Mittlerweile ist dieses Verständnis der Notkirche dem Verständnis als unabhängige Kirche eigenen Rechts gewichen, die Utrechter Union, der Zusammenschluss der alt-katholischen Kirchen, steht als Kirche im Dialog mit der katholischen Kirche.
Auf die unerlaubten Bischofsweihen Marcel Lefebvres im Jahr 1988 geht eine bedeutende schismatische Weihelinie zurück.
Anders sieht es bei den im eigentlichen Sinn schismatischen Linien aus, bei denen sich (noch) keine eigene Kirche oder Konfession gebildet hat. Relevant sind vor allem zwei: Die Lefebvre-Linie, die durch die unerlaubten Bischofsweihen von Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991) für die Piusbruderschaft 1988 entstanden ist, und die Thục-Linie, die durch den vietnamesischen Erzbischof Pierre Martin Ngô Đình Thục (1897–1984) begründet wurde. Er hat ab 1976 eine Vielzahl von Bischöfen unerlaubt geweiht, auf die sich heute viele traditionalistische und sedisvakantistische Gruppierungen beziehen. Dazu kommen noch weitere Weihelinien, bei denen teils unklar ist, ob an ihrer Wurzel tatsächlich echte Weihen stehen, die aber weniger bedeutend sind. Ein typisches Kennzeichen der Vertreter dieser Weihelinien ist, dass es sich dort meist um verstreute kleinere Gemeinschaften handelt oder auch völlig freischwebende Vagantenbischöfe. Lediglich die Piusbruderschaft hat eine relevante Größe.
Die Piusbrüder und ihre Abspaltung
Die Lefebvre-Linie ist verhältnismäßig geordnet: 1988 weihte Marcel Lefebvre, der Gründer der Piusbruderschaft, Alfonso de Galarreta, Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais und Richard Williamson zu Bischöfen. Alle vier haben weitere Bischöfe geweiht.
Der mittlerweile verstorbene Tissier de Mallerais weihte 1991 Licínio Rangel für die Priestervereinigung St. Johannes Maria Vianney zum Bischof. Diese Weihe ist ein seltenes Beispiel dafür, dass ein Schisma auch wieder beendet werden kann: Rangel und seine Priestervereinigung kehrten 2002 in die volle Gemeinschaft mit der Kirche zurück, die Priestervereinigung wurde als Apostolische Personaladministration zu einer regulären katholischen Struktur. Aufgrund einer schweren Krankheit Rangels erhielt er im selben Jahr Fernando Arêas Rifan als Bischofskoadjutor an die Seite gestellt. Dessen Bischofsweihe spendete aber Kardinal Castrillón Hoyos, der Präfekt der Kleruskongregation, Rangel war nur Kokonsekrator – damit gibt es keine aus dem Schisma zurückgekehrte Lefebvre-Linie.
Die jüngsten Bischofsweihen der Piusbruderschaft wurden von Alfonso de Galarreta als Haupt- und Bernard Fellay als Kokonsekrator gespendet. Sie weihten Pascal Schreiber, Michael Goldade, Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier zu Bischöfen, die somit die Lefebvre-Linie weiterführen. Fellay hat nie als Hauptkonsekrator Bischofsweihen gespendet.
Der ehemalige Piusbruder Richard Williamson ist dafür verantwortlich, dass die Lefebvre-Linie kompliziert wurde.
Kompliziert wird es mit Richard Williamson, der die Piusbruderschaft 2012 im Streit verließ – oder besser: ausgeschlossen wurde. Bis dahin hatte er keinen Bischof geweiht, war aber Kokonsekrator von Rangel. Williamson gründete eine "Priestergemeinschaft Marcel Lefebvre", die auch als "FSSPX Resistance" bekannt ist. Sie besteht vor allem aus Dissidenten der Piusbruderschaft, die eine zu große Annäherung der Piusbrüder an die offizielle Kirche fürchteten. Williamson weihte einige Bischöfe – wie viele genau, ist unklar, ebenso, ob durch diese weitere Bischofsweihen gespendet wurden. Der erste war Jean-Michel Faure, wie Williamson ein Mitglied der "Resistance", das aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen wurde. Er wurde 2015 Bischof. 2016 weihte Williamson den Prior des der Piusbruderschaft nahestehenden Benediktinerklosters Santa Cruz in Nova Friburgo (Brasilien), Pater Tomás de Aquino Ferreira da Costa, zum Bischof. Vor der Weihe gab es Medienberichte darüber, dass auch ein traditionalistischer Dominikaner, ein Frère Innocent-Marie, mit bürgerlichem Namen Jean-François Chassagne, in derselben Zeremonie zum Bischof geweiht werden sollte, das scheint aber nicht passiert zu sein. Weitere Resistance-Mitglieder weihte Williamson 2017, 2021 und 2022: Gerardo Zendejas, Giacomo Ballini, Paul Morgan und Michał Stobnicki.
Ob es noch weitere auf Williamson und seine Geweihten zurückgehende Weihen gibt, ist unklar. Unter anderem gab es Gerüchte, dass sich der schismatische Erzbischof Carlo Maria Viganò 2023 zwei Jahre vor dem Tod Williamsons von diesem "sub conditione" zum Bischof weihen ließ, da er befürchtet haben soll, dass seine nach der Liturgiereform gespendete eigentliche Bischofsweihe ungültig sei.
Erzbischof Thụcs weites Netz
Die mit Marcel Lefebvre beginnende Linie ist durch die Folgen des Ausschlusses von Williamson von den Piusbrüdern schon kompliziert genug. Vollends unübersichtlich wird es bei der Weihelinie, auf die sich ein Großteil der heute bekannten Vagantenbischöfe zurückführt: Die von Pierre Martin Ngô Đình Thục, dem ersten Erzbischof der vietnamesischen Erzdiözese Huế. Kaum ein kurioser Kirchenskandal kommt ohne Geistliche aus, die sich auf eine Weihe in der Weihelinie von Thục berufen: Vom Bischof, der die schismatischen Klarissen in Belorado betreut, über die "palmarianisch-katholische Kirche" bis hin zu dem "Pegida-Bischof" Markus R. und Ralph N. mit seiner Bewegung "Maria 3.0", vor dem deutsche Bischöfe seit Jahren warnen, reicht die Liste – und auch die Bischofsweihe bei den Transalpinen Redemptoristen wird von einem Thục-Bischof gespendet.
Erzbischof Ngô Ðình Thục im Kreis seiner Familie. Auf ihn gehen heute die meisten Weihen von Vagantenbischöfen zurück.
Bischof war Thục seit 1938, als er Apostolischer Vikar von Vĩnh Long wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand die französische Kolonialherrschaft vor einem blutigen Ende. Damals soll ihm Papst Pius XI. (1922–1939) eine Blanko-Vollmacht erteilt haben, mit der ihm der Papst "für die Uns bekannten Zwecke alle notwendigen Befugnisse" erteilte – auch die Erlaubnis, Bischöfe ohne päpstliches Mandat zu weihen; diese Vollmacht, so es sie gab, soll nie widerrufen worden sein.
Thục trat 1968 als Diözesanbischof aus Protest gegen die Entwicklungen des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück. Aufgrund des Vietnamkriegs lebte er nicht mehr in Vietnam, sondern in Italien und später Frankreich. Im Exil vernetzte er sich mit anderen Gegnern des Konzils. In Frankreich kam er auf die Vermittlung des Kirchenrechtsprofessors des Priesterseminars der Piusbruderschaft mit der Bewegung um die angeblichen Marienerscheinungen im spanischen El Palmar de Troya zusammen. Dort spendete Thục seine erste illegale Weihe: Clemente Domínguez y Gómez, dem angeblich die Jungfrau Maria erschienen war, und weitere seiner Anhänger wurden in der Nacht zum 1. Januar 1976 zu Priestern geweiht. Zehn Tage später weihte Thục Domínguez und vier weitere Männer zu Bischöfen.
Als sich Domínguez y Gómez 1978 zum Papst ausrief, distanzierte sich Thục von den Palmarianern. Kurzfristig kehrte er zur Gemeinschaft mit der Kirche zurück, aber nicht lang. Ab 1981 weihte er wieder neue Bischöfe – wie viele, ist unklar. Aufzeichnungen seiner Weihelinie verzeichnen mindestens 15, die angeblich von Thục zum Bischof geweiht wurden, und Dutzende von Bischöfen, die sich auf diese Weihelinie berufen, teilweise kreuzen sich Linien wegen Streit und Zweifeln, die zu erneuten Weihen "sub conditione" führten.
Sind die Thục-Weihen gültig?
Die große Unbekannte im Fall Thục ist, ob seine Weihen überhaupt gültig sind. Thụcs Exkommunikation wurde nach den palmarianischen Weihen 1976 durch ein Dekret der Glaubenskongregation festgestellt. Das Dekret ist zunächst erwartbar aufgebaut: In einem ersten Punkt wird festgestellt, dass die weihenden und die geweihten Bischöfe sich durch die Weihe die Exkommunikation zugezogen haben. In einem zweiten Punkt heißt es, dass rechtswidrige Priesterweihen in diesem Kontext dazu führen, dass die Priester suspendiert sind. Interessant ist der dritte Punkt: "Was die Gültigkeit der Weihen derjenigen betrifft, die auf diese rechtswidrige Weise Weihen schon empfangen haben oder etwa von diesen Weihen empfangen werden, so erkennt die Kirche diese Weihen weder an noch wird sie sie anerkennen und betrachtet diese Personen als dem Stand zugehörig, den sie jeweils vor diesen Ereignissen eingenommen haben."
Pater Michael Mary ist der Gründer der "Transalpinen Redemptoristen" und bis heute ihr Oberer. Jetzt will er sich zum Bischof weihen lassen.
Die Formulierung ist unklar: Einerseits wird der Satz mit "Was die Gültigkeit […] betrifft" begonnen, andererseits wird nicht klar ausgesagt, dass die Weihen ungültig sind. Da es sich bei Thục um einen gültig geweihten Bischof handelt und die Weihen soweit bekannt in der rechten Form gespendet wurden, müssten sie eigentlich gültig sein. Wenn die Glaubenskongregation erklärt, dass sie hinsichtlich ihrer Gültigkeit nicht anerkannt werden, und wenn man das so auslegt, dass sie ungültig sind, gibt es dafür nur eine Erklärung: Thục war aufgrund seiner geistigen Verfassung nicht in der Lage, gültige Weihen zu spenden. Im Dekret ausformuliert wurde das aber nicht, und auch nie verbindlich erklärt. Die Thục-Weihelinie ist daher im Ganzen zweifelhaft.
Verworrene Linien
Die beiden großen schismatischen Weihelinien von Lefebvre und Thục überschneiden sich regelmäßig, vor allem bei den von Bischöfen aus diesem Umfeld geweihten Priestern. Einige Thục-Bischöfe sind ehemalige Piusbrüder, die von Pius-Bischöfen zu Priestern geweiht wurden. Bisweilen zerstreiten sich schismatische Gemeinschaften auch über Fragen der Gültigkeit. Ein prominentes Beispiel ist die Priesterbruderschaft Pius V. (SSPV), eine Abspaltung der von Lefebvre gegründeten Piusbruderschaft (SSPX), die sich auf Pius X. beruft. Die SSPV entstand 1983, als Lefebvre einige amerikanische Priester aus seiner Gemeinschaft ausschloss, die sogar die vorkonziliare Messe von 1962 nicht anerkannten und nur nach dem Messbuch von 1920 zelebrieren wollten. Die von ihnen gegründete SSPV erkannte Weihen in der Form der Liturgiereform nicht an und verlangte von neuen Mitgliedern, die so geweiht wurden, eine erneute Weihe "sub conditione".
Ursprünglich gehörten neun Priester zur SSPV, die Gemeinschaft spaltete sich bald aber weiter auf. Manche der Priester wurden in der Thục-Weihelinie zu Bischöfen geweiht – über die Frage der Gültigkeit hat man sich zerstritten. Geleitet wurde die SSPV von Clarence Kelly, der keine Thục-Weihe empfangen hat: 1993 wurde er durch den emeritierten – und regulär in der katholischen Kirche geweihten – Bischof von Arecibo, Alfredo Méndez-Gonzalez, zum Bischof geweiht. Méndez-Gonzalez hat so die bis heute aktive Weihelinie begründet, auf die sich die SSPV immer noch beruft, und die sich anscheinend auf die SSPV beschränkt.
Zu den ehemaligen SSPV-Priestern, die in der Thục-Weihelinie zu Bischöfen wurden, gehört Daniel Dolan. Mit diesem ehemaligen Piusbruder schließt sich der Kreis, der zur Bischofsweihe bei den Transalpinen Redemptoristen führt. Dolan wurde 1976 von Marcel Lefebvre zum Priester geweiht. 1993 empfing er die Bischofsweihe durch Mark Anthony Pivarunas, der wiederum durch den von Thục geweihten Moisés Carmona y Rivera zum Bischof geweiht wurde. Dolan weihte 2021 Rodrigo Henrique Ribeiro da Silva zum Bischof. Ribeiro da Silva wurde von Richard Williamson 2017 zum Priester geweiht und wurde vor allem dadurch bekannt, dass er zeitweise bei den schismatischen Klarissen von Belorado lebte. Bei den Transalpinen Redemptoristen wird er als Kokonsekrator fungieren, Hauptkonsekrator ist der von ihm geweihte kanadische Bischof Pierre Roy.
Die Weihe von Pater Michael Mary zum Bischof der Transalpinen Redemptoristen ist damit in eine schismatische Tradition eingebettet, die seit Jahrzehnten für Unruhe in der Kirche sorgt, und die immer wieder in denselben Bahnen verläuft: Spaltung führt zu mehr Spaltung, Schisma führt zu Schisma. Michael Mary ist Jahrgang 1954 – dass er bald seine Nachfolge sichert, dürfte wahrscheinlich sein.
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