Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße stellt sich hinter den Christopher Street Day in Hamburg. "Der Christopher Street Day ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass jeder Mensch in seiner Würde geachtet und respektiert werden muss. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin sind viele Menschen verunsichert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns von Hass und Gewalt nicht einschüchtern lassen", teilte Heße am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit.
"Wer Menschen Angst machen und sie aus dem öffentlichen Raum verdrängen will, darf damit keinen Erfolg haben. Queere Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und verdienen Respekt, Schutz und die Freiheit, sichtbar zu leben", so der Erzbischof weiter. Jeder Mensch sei ein Ebenbild Gottes mit unverlierbarer Würde. Hass, Ausgrenzung und Gewalt seien mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar.
CSD am Samstag auch in Bonn
In Hamburg und Bonn finden an diesem Samstag die ersten Christopher Street Days nach dem Anschlag in Berlin statt. Für das Erzbistum Köln, zu dem Bonn zählt, äußerte sich Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. "Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Gewalt und Einschüchterung dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben", teilte er auf Anfrage mit. "Jeder Mensch verdient Respekt und den Schutz seiner Würde. Ich hoffe, dass alle Veranstaltungen am Wochenende friedlich verlaufen und von gegenseitiger Achtung geprägt sind."
Vergangenen Samstag war in Berlin am Rande des CSD ein Auto in eine Menschenmenge gerast. Eine Frau starb, mindestens 29 Menschen wurden teils schwer verletzt. Den mutmaßlichen Täter erschoss die Polizei später bei einem Zugriffsversuch. Es soll sich um einen Islamisten gehandelt haben. (KNA)