Der künftige Eichstätter Bischof Christian Würtz (55) wollte als Kind eigentlich einen anderen Beruf ergreifen. "In der Grundschule, da hätte ich Archäologe werden wollen", sagte der bisherige Freiburger Weihbischof dem "Donaukurier" für die Wochenend-Ausgabe. Er habe davon geträumt, einmal eine große Tempelanlage auszugraben. "Oder in Ägypten das Tal der Könige 2 - oder so." Auch eine Karriere als Schreiner habe er sich vorstellen können. Denn in den früheren Generationen seiner Familie habe es viele Zimmerer gegeben.
Stattdessen studierte Würtz erst Jura, später Theologie und wurde Priester und dann Weihbischof. Er habe nicht damit gerechnet, einmal Diözesanbischof zu werden, sagte er der Zeitung. Ihm sei aber auch nicht entgangen, dass der Nuntius, also der Papstbotschafter in Deutschland, sein persönliches Umfeld abgeklopft habe: "So ganz klappt das mit dem päpstlichen Geheimnis nicht immer."
Das Bistum Eichstätt habe er jedoch nicht auf dem Schirm gehabt, räumte dessen künftiger Oberhirte ein. Als er Anfang Juli aber den Nuntius am Telefon hatte, sei ihm schnell klar gewesen, worum es gehen sollte. Denn dieser habe ihn mit der Frage begrüßt: "Spreche ich mit dem Bischof von Eichstätt?" Zu diesem ernannte Papst Leo XIV. ihn dann am 7. Juli. Die Amtseinführung des neuen Bischofs ist für den 4. Oktober geplant. (KNA)