Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betet mit seiner Familie. "Wir beten, wenn ich abends zu Hause bin", sagte Wüst in einer am Dienstag veröffentlichten Folge des Podcasts "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe. Auch seine Frau bete mit der älteren der beiden Töchter. Wüsts Töchter sind fünf Jahre und etwa ein halbes Jahr alt.
"Ich sehe das als Angebot, unseren Kindern etwas mitzugeben. Und wenn sie dann irgendwann entscheiden, das hat für sie keine Relevanz, dann muss ich das eben so akzeptieren", sagte Wüst. Die Familie gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche, er wolle aber seinen Kindern ein christlich geprägtes Wertegerüst anbieten. "Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass es mich auf eine Art und Weise prägt, die ich gut finde", so der Ministerpräsident.
Wüst erzählte, dass er selbst über den frühen Tod seiner Mutter eine stärkere Verbindung zum Glauben gefunden habe: "Wie das so ist bei uns Menschen, wenn nichts mehr hilft, wenn du keine Antworten mehr kriegst aus dir selbst heraus oder von anderen, dann gehst du dahin zurück, wo du sie vielleicht glaubst zu finden." Bei ihm sei das der katholische Glaube gewesen. (KNA)