Rekordhalterin auf den Philippinen

Das sind die größten Marienstatuen der Welt

Der Turm, der aussieht wie eine Mariennachbildung, wird von Menschen besucht.
Bild: IMAGO / Depositphotos

Mother of All Asia (Batangas / Philippinen)

Die „Mother of All Asia” (dt.: Mutter ganz Asiens) ist mit 98 Metern die höchste Marienstatue der Erde. Sie steht rund 120 Kilometer südlich von der philippinischen Hauptstadt Manila und überragt vom Monte Maria in Batangas die Küste. Die Idee für die riesige Statue kam von der May Mother of the Poor Foundation unter der Leitung eines Priesters. Zusammen mit einem lokalen Politiker entstand das Konzept für den geplanten Wallfahrtsort. Über 2,3 Millionen Euro sammelte der Priester mit seiner Stiftung. Das Grundstück spendete die Erzdiözese Lipa. Nach sieben Jahren Bauzeit war das Mega-Projekt 2021 fertig. Der Statue verfügt etwa über eine Kapelle im Erdgeschoss, Empfangssäle, 20 Marienkapellen, eine Imbisshalle, Theater und Konferenzräume. Im 15. Stock befindet sich eine Aussichtsplattform.

Pomniku Matki Bożej Bolesnej (Konotopie / Polen)

In Polen steht Europas höchste Marienstatue. 55 Meter misst die Figur aus Beton im polnischen 120-Einwohner-Dorf Konotopie, rund 170 Kilometer westlich von Warschau. Finanziert wurde die Statue vom Unternehmer und Multimillionär Roman Karkosik. Er wohnt zwei Kilometer vom Ort Konotopie entfernt und kann von seinem Anwesen direkt auf die Figur auf dem Hügel schauen. Der "Financial Times" sagte er, dass er die Statue "aus Dankbarkeit gegenüber Maria" errichten ließ. Wie viel der Bau gekostet hat, ist nicht bekannt. Schätzungen zufolge betrugen die Kosten rund 23 Millionen Euro. 2026 wurde sie nach 1,5 Jahren Bauzeit eingeweiht. Der 15 Meter hohe Sockel in Form einer Krone ist gleichzeitig eine Aussichtsplattform für Besucher.

Die Statue aus beton steht auf einer Krone aus Beton.
Bild: © picture alliance/dpa/Doris Heimann | Montage:katholisch.de (Archivbild)

Eine riesige Marienstatue ist im Dorf errichtet worden. Das 55 Meter hohe Bauwerk wurde am 15. August 2026 von einem Bischof eingeweiht werden.

Estátua de Nossa Senhora de Fátima (Crato / Brasilien)

Nur einen Meter kleiner als die Maria in Polen ist das Gottesmutter-Monument in der brasilianischen Stadt Crato im Nordosten des Landes. Die 54 Meter hohe Mariendarstellung überragt seit 2025 die Stadt. Der lokale Künstler Ranilson Viana hat die Gottesmutter entworfen. Die Regierung investierte etwa 500.000 Euro in den Bau sowie rund eine Million Euro in die Pflasterung der Zufahrtsstraße zum Denkmal. Die Marienstatue soll weitere religiöse Pilger in den Ort bringen. Crato ist der Geburtsort des lokal bekannten Predigers Padre Cíceo, der bis in die 1930er Jahre lebte und bis heute von vielen Katholiken in der Region verehrt wird.

Nossa Senhora da Conceição Aparecida (Aparecida / Brasilien)

In Brasilien steht eine weitere Marienfigur der Superlative – die 50 Meter hohe Statue der Maria von Aparecida. Der Wallfahrtsort in der Nähe von São Paulo ist noch für eine andere, nur 36 Zentimeter große Marienfigur bekannt. Die Statue wurde dort vor 300 Jahren im Wasser gefunden: Am 12. Oktober 1717 bargen drei Fischer aus dem Fluss Paraíba eine kleine tönerne Muttergottes. Danach soll ihnen Maria erschienen sein. Nach und nach hat sich der Ort zu einem riesigen Wallfahrtsort mit über 8 Millionen Besuchern jährlich entwickelt. Wenige Kilometer vom Wallfahrtsort wurde 2023 die Riesen-Maria fertiggestellt. Die 400 Tonnen schwere Skulptur aus Stahl wurde von Gilmar Pinna entworfen. Rund 1,6 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern hat der Bau gekostet.

Die Marienfigur besteht aus Metall.
Bild: © Instagram/@visitviajando | Montage:katholisch.de (Archivbild)

50 Meter hoch ist die Statue der Maria von Aparecida.

Monumento a la Virgen de la Paz (Trujillo / Venezuela)

46 Meter hoch ist das „Denkmal für die Jungfrau des Friedens“ in Trujillo im Nordwesten Venezuelas. Die Statue steht 1.640 Meter über dem Meeresspiegel. Dort, sagt man, ist 1570 die Gottesmutter erschienen. 1983 wurde die 1.200 Tonnen schwere Stahlkonstruktion fertiggestellt. Sie ist ein gemeinschaftliches Werk vom Bildhauer Manuel de la Fuente, dem Ingenieur Rosendo Camargo und dem Priester Juan Francisco Hernández. Initiatorin des außergewöhnlichen Baues war die First Lady Venezuelas, Betty Urdaneta de Herrera Campin. In die Skulptur sind verschiedene Aussichtsplattformen eingebaut. Etwa auf Höhe des Knies, der Taille und sogar auf Höhe der Augen – dort ist man 44 Meter über dem Boden und kann kilometerweit ins Tal schauen. Das Friedensdenkmal wurde jahrelang von einer privaten Stiftung verwaltet, bis es von der Regierung des Bundesstaates Trujillo übernommen wurde.

Die Statue steht in den Bergen.
Bild: © YouTube/Nelson Montilla T. DR DRONE

Das Monumento a la Virgen de la Paz (Trujillo / Venezuela) ist 46 Meter hoch.

Monumento a la Virgen Candelaria (Oruro / Bolivien)

Maria mit ihrem Kind – das zeigt die 45 Meter hohe Statue in Ouro im Westen Boliviens. Die riesige Figur steht auf einem Hügel, von dem man auf die gesamte Stadt in der Berglandschaft herunterblicken kann. Um dem Wind zu trotzen, ist der Zementbau mit Eisen und Glasfasern verstärkt. Vier Jahre hat der staatlich finanzierte Bau gedauert und rund 800.000 Euro gekostet. 2013 wurde das Monument eingeweiht. Auch schon vor der Statue war Oruro für seine Marienverehrung bekannt. 1789 soll ein Fresko von Maria in einer Silbermine in dem Ort erschienen sein. Seitdem wird jedes Jahr am 2. Februar mit einer kilometerlangen Parade der Jungfrau Maria gedacht. Dieser Karneval wurde 2008 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Im Erdgeschoss gibt es eine Kapelle, weiter oben Aussichtsplattformen.

Am Freitag, dem 1. Februar 2013, verfolgen Menschen auf dem Santa-Barbara-Hügel in der Bergbaustadt Oruro in Bolivien die Enthüllung einer Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind.
Bild: © picture alliance / AP Images | Juan Karita (Archivbild)

Die 45 Meter hohe Marienstatue, deren Bau vier Jahre dauerte, ist die Schutzpatronin von Oruro und wird insbesondere von Bergleuten und mit folkloristischen Karnevalstänzern verehrt.

Patung Maria Assumpta (Ambarawa / Indonesien)

In Indonesien ragt eine 42 Meter hohe Marienstatue in den Himmel. Das Monument befindet sich in Ambarawa, rund 400 Kilometer östlich von Jakarta. 2015 wurde das Bauwerk nach einem Jahr fertiggestellt. Die Marienfigur selbst ist 23 Meter hoch. Der darunterliegende Sockel aus Säulen ist weitere 19 Meter hoch. Die Statue gehört zu einem Komplex, in dem Maria in mehreren Höhlen gedacht wird. Eine der Höhlen, die 1954 eingeweiht wurden, hatte beispielsweise die Grotte von Lourdes als Vorbild. Andere enthalten Szenen aus dem Leben Jesu. 

Die Statue steht auf einem Podest aus weißes Säulen.
Bild: © IMAGO / Dreamstime | Montage: katholisch.de (Archivbild)

Die Patung Maria Assumpta befindet sich rund 400 Kilometer östlich von Jakarta.

Vierge du Mas Rillier (Miribel / Frankreich)

In Europa gibt es noch eine weitere riesige Marienfigur – die Madonna von Miribel. Sie befindet sich in der Nähe der westfranzösischen Stadt Lyon. Die 1941 eingeweihte Figur ist 35 Meter hoch. Der Bildhauer Georfes Serraz hat den Bau entworfen und das Bistum finanzierte das Vorhaben. 1977 wurde die Figur an die Gemeinde Miribel für einen symbolischen Franc übergeben. 2025 wurde die Restauration der 1.500 Tonnen schweren Betonstatue begonnen, nachdem durch Wassereintritt und Erosion die Statue bedroht war. Über Treppen im Inneren der Statue gelangt man zu einem kleinen Balkon über der Marienkrone. Dieser ist aber bis auf wenige Aufnahmen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Statue besteht aus Beton und zeigt Maria mit dem Jesus-Kind auf dem Arm.
Bild: © Adobe Stock/Gerald Villena | Montage:katholisch.de (Archivbild)

Die Madonna von Miribel befindet sich in der Nähe der westfranzösischen Stadt Lyon.

Beate Kampen