Das Erzbistum Olmütz (Olomouc) in Tschechien hat offenbar eine geplante Pilgerfahrt für LGBTI-Personen abgesagt. Hintergrund seien Sicherheitsbedenken, wie örtliche Medien am Samstag mit Verweis auf die Veranstalter berichten. Man habe zahlreiche negative Reaktionen erhalten und könne nicht für die Sicherheit der Teilnehmenden garantieren.
Die Erzdiözese verwies gegenüber der Zeitung "Denik N" auf eine "angespannte Atmosphäre" sowie "negative und sogar hasserfüllte Reaktionen in den sozialen Medien". Allerdings gebe man mit der Absage der für September geplanten Pilgerfahrt nicht dem Druck nach, wie Bistumssprecher Jiri Gracka betonte. Es gelte lediglich, eine "gefährliche Situation zu vermeiden".
Ähnliche Pilgerfahrten schon abgehalten
Wie tschechische Medien berichten, waren LGBTI-Personen sowie deren Freunde und Familien eingeladen. Ähnliche Pilgerfahrten hätten bereits in den Vorjahren unter der Schirmherrschaft von Erzbischof Josef Nuzik stattgefunden. Trotz der Absage wolle man weiter auf Angehörige sexueller Minderheiten zugehen und diese treffen, hieß es.
LGBTIQ ist ein Sammelbegriff für sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Die Buchstaben stehen für lesbian, gay, bisexual, transgender, intersex und queer. (KNA)
Viele Hassnachrichten
Sicherheitsbedenken: Erzbistum sagt LGBTI-Pilgerfahrt ab