Internationaler Gedenktag

Religionsbeauftragter beklagt hohe Zahl religiös motivierter Gewalt

Religionsbeauftragter beklagt hohe Zahl religiös motivierter Gewalt
Bild: KNA

Der Religions- und Weltanschauungsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Rachel (CDU), hat eine hohe Zahl an religiös bedingten Gewalttaten beklagt. "Oft sind es nicht-staatliche Akteure oder Terrororganisationen, die Gewalttaten gegen religiöse oder weltanschauliche Minderheiten verüben, um dadurch ihre eigenen Interessen zu befördern", sagte Rachel am Samstag zum Internationalen Gedenktag an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung.

"Aber auch Machenschaften autoritärer Regime sowie populistische Hetze und Desinformation führen weltweit immer wieder zu Gewalt gegen Andersgläubige oder Menschen, die keiner bestimmten Religion angehören wollen", führte Rachel weiter aus. Die besorgniserregende Zahl solcher Gewalttaten in der Welt habe nicht zuletzt mit der global wachsenden Anzahl gewaltsamer Konflikte und der steigenden politischen Instabilität zu tun. Rachel rief alle Bürger auf, auch diejenigen zu schützen, die ihre Religion verließen, wechseln wollten oder Glaubensvorschriften anzweifelten.

Der Vorsitzende der Kommssion Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bertram Meier, hatte anlässlich des "Internationalen Tags zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens" Staaten aufgefordert, religiös motivierter Gewalt entgegenzuwirken. Zugleich nahm der Bischof von Augsburg die Religionsgemeinschaften in die Pflicht: "Unsere Aufgabe als Religionsgemeinschaften ist es, Radikalisierung und fundamentalistischen Strömungen entgegenzutreten." (KNA)