Rote Flecken "könnten Blut" sein

Eucharistisches Wunder? Bistum lässt Hostie untersuchen

Liturgische Gegenstände liegen auf einem Altar
Bild: KNA/Harald Oppitz

Das Bistum Santa Rose de Lima in Guatemala lässt ein mögliches eucharistisches Wunder untersuchen. In einer am Samstag auf der Facebook-Seite des Bistums veröffentlichten Erklärung heißt es, dass eine konsekrierte Hostie sich nicht aufgelöst habe, nachdem sie nach einem Entweihungsversuch in Wasser gelegt wurde. Anschließend habe sie rote Flecken aufgewiesen, die möglicherweise Blut sein könnten.

Der Vorfall soll sich nach Angaben der Pfarrei El Niño Dios de Cuilapa bereits am 30. Juli zugetragen haben. Bei der Kommunionausteilung in einer örtlichen Privatschule habe ein Schüler die Hostie empfangen, sie an seinem Platz aber wieder aus dem Mund genommen. Der Priester habe dies jedoch rechtzeitig bemerkt und den Jungen daran gehindert, die konsekrierte Hostie auf den Boden zu werfen.

Der Priester habe die Kommunion anschließend in der Pfarrkapelle in Wasser gelegt, um sie aufzulösen. Eine Woche später habe dann eine Mitarbeiterin der Gemeinde beim Reinigen entdeckt, dass die Hostie rote Flecken aufwies und sich nicht aufgelöst habe. Der Pfarrer habe am 15. August schließlich dem Ortsbischof Fotos der Hostie gezeigt.

Die Diözese bat um "umsichtige und maßvolle Beurteilung". Zwar habe es in der Geschichte immer wieder eucharistische Blutwunder gegeben. "Solche Fälle waren weder häufig noch leicht zu erkennen und können daher erst nach Abschluss einer gründlichen Untersuchung, die Zeit in Anspruch nehmen wird, als Wunder bezeichnet werden." Die Hostie werde gegenwärtig an einem öffentlich nicht zugänglichen Ort aufbewahrt und der Bischof werde zu gegebener Zeit weitere Anweisungen geben.

"Dieses Ereignis sollte für uns Katholiken Anlass sein, unseren Glauben und unsere Verehrung für das größte Wunder zu erneuern: die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in jeder Feier der Heiligen Messe", erklärte die Diözese. "Möge der heutige Tag der Anlass sein, alle Beleidigungen wiedergutzumachen, die Jesus in diesem Sakrament der Liebe erleidet, eine Einladung, die Heilige Messe aufmerksam und andächtig zu feiern, und ein Ansporn, regelmäßig zur Beichte zu gehen. Vergessen wir nicht, dass Jesus in der Eucharistie lebt; er ist kein Ding, sondern jemand." (cbr)