US-Vizepräsident JD Vance ist der Ansicht, er tue in seinem Amt "so viel wie möglich von Gottes Werk". "Wenn das zur Endzeit führt, okay, und wenn es dazu führt, dass wir eine bessere Welt aufbauen, die auch nach meinem Tod noch sehr lange gedeiht und überlebt, ist das auch großartig", sagte er am Dienstag in einem Gespräch mit dem christlichen Podcaster Bryce Crawford.
Obwohl ihn das Thema Endzeit sehr fasziniere, denke er, könne es "sehr schädlich sein, sich zu sehr darauf zu konzentrieren". Die Endzeit werde kommen, sagte Vance – die Frage sei lediglich, ob in einigen Monaten oder erst in Tausenden Jahren. Zudem wurde ihm die Frage gestellt, wie sicher er sei, nach seinem Tod in den Himmel zu kommen. Für Vance eine "schwierige Frage", er fügt dann aber hinzu, auf einer Zehnerskala wäre er bei "einer Sieben oder einer Acht".
Umstrittene Jesus-Darstellung
Vance äußerte sich auch zu der umstrittenen Jesus-Darstellung Donald Trumps vom April dieses Jahres. Trump hatte damals auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" ein KI-generiertes Bild veröffentlicht, das ihn als Jesus-ähnliche, lichtumstrahlte Figur zeigt, die einem kranken Mann die Hand auflegt. Das Bild hatte insbesondere unter christlichen Unterstützern für Empörung gesorgt; Trump löschte es später. Der Vizepräsident verteidigte seinen Chef nun im Podcast: Der Präsident habe mit der Darstellung niemanden beleidigen oder Gott verspotten wollen. "Offensichtlich liebt er Christen. Der Präsident hat einen guten Sinn für Humor."
Vance war 2019 zum Katholizismus konvertiert. Diesen Sommer veröffentlichte er unter dem Titel "Communion" ein Buch über seinen Glaubensweg und seine Hinwendung zum Katholizismus. Sein früherer Geschäftspartner, der Tech-Unternehmer Peter Thiel, hatte sich ebenfalls mehrfach mit der Figur des "Antichristen" und möglichen "Endzeit"-Szenarien beschäftigt. (mtr)