Das Erzbistum Seoul und Südkoreas Umweltministerium wollen den Weltjugendtag 2027 klimafreundlicher gestalten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde laut Bericht der asiatischen katholischen Nachrichtenplattform licas.news am Mittwoch unterzeichnet. Vorgesehen sind unter anderem Energieeinsparungen, der Ausbau erneuerbarer Energien, Abfallvermeidung und Umweltbildung.
Kirchliche Einrichtungen sollen ihren Energieverbrauch prüfen und unter anderem auf LED-Beleuchtung, effiziente Heiz- und Kühlsysteme, bessere Dämmung und moderne Fenster umstellen, hieß es. Zudem sollen Flächen wie Kirchendächer und Parkplätze für zusätzliche Solaranlagen genutzt werden. Geplant sind auch Mehrwegbehälter, Recyclingprogramme für Batterien und Milchkartons sowie Aktionen gegen Müll.
Klimaschutz als gelebte Verantwortung
Das Ministerium will Energieanalysen sowie technische Beratung und Unterstützung bei staatlichen Förderprogrammen leisten. Mit Blick auf den Weltjugendtag wollen Kirche, Behörden und Veranstalter zudem die Strom- und Wasserversorgung sowie die Abfallentsorgung koordinieren. Ein internationales Jugendforum soll sich mit Antworten auf die Klimakrise befassen. Die Erzdiözese strebt außerdem Klimaschutz-Erklärungen von 100.000 Katholiken an.
Minister Kim Sung-hwan rief weitere Diözesen und Religionsgemeinschaften zur Beteiligung auf. Südkorea könne damit eine Vorbildrolle beim Klimaschutz einnehmen, sagte er. Klimaschutz sei Ausdruck gelebter Verantwortung, erklärte Seouls Erzbischof Peter Chung Soon-taick. Konkrete Vorgaben für die Emissionen der An- und Abreise der Teilnehmer finden sich in der Vereinbarung allerdings nicht.
Zum Weltjugendtag vom 3. bis 8. August werden in Seoul hunderttausende junge Katholiken aus allen Kontinenten erwartet. Eine Teilnahme von Papst Leo XIV. an dem Großereignis, das alle zwei bis drei Jahre stattfindet, ist sehr wahrscheinlich. (KNA)