Mehr als 15 Jahre im Amt

Österreichische Bischofskonferenz verliert Generalsekretär – Neustart

Österreichische Bischofskonferenz verliert Generalsekretär – Neustart
Bild: Henning Klingen / Kathpress

Der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, gibt Ende November auf eigenen Wunsch vorzeitig sein Amt zurück und übernimmt zum 1. Dezember eine Professur an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich. Das gab der promovierte Theologe und Jurist am Montag gegenüber der österreichischen Presseagentur Kathpress bekannt.

Schipka wird bereits ab Oktober in den Lehrbetrieb an der größten kirchlichen Pädagogischen Hochschule Österreichs einsteigen. An der nächsten Vollversammlung der Bischöfe im November in Salzburg wird er aber noch teilnehmen. Dort wird auch die Wahl seines Nachfolgers Thema sein. Schipka ist seit März 2011 Generalsekretär der Bischofskonferenz.

Amt und Person trennen

Zu seinen Beweggründen erklärte der Priester der Erzdiözese Wien, der bereits in dritter Amtszeit als Bischofskonferenz-Generalsekretär tätig ist: "Ich habe diese Tätigkeit immer sehr gerne ausgeübt. Mir ist aber bewusst geworden, dass es für das Amt und für meine Person nicht gut ist, wenn beide aufgrund der langen Dauer zu sehr aneinanderwachsen."

Die KPH Wien/Niederösterreich stehe nicht nur für eine exzellente Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch für ein europaweit einzigartiges Miteinander verschiedener Religionen. Nach Rücksprache mit dem für ihn zuständigen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl habe er sich auf die ausgeschriebene Stelle in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern beworben.

Höhepunkte und Initiativen

Als besondere Höhepunkte in seinen mehr als 15 Jahren als Bischofskonferenz-Generalsekretär nannte Schipka die Ad-limina-Besuche der österreichischen Bischöfe 2014 und 2022 in Rom. Herausragend waren auch die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz 2012 in Brüssel am Sitz der COMECE sowie jene 2018 in Sarajevo. Neue Akzente konnte Schipka 2012 mit der Mitgründung der Plattform der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich setzen. Auf seine Initiative fußen zudem die seit 2017 jährlich stattfindenden Treffen der Generalsekretäre der Bischofskonferenzen Zentraleuropas.

Der 1970 in Wien geborene Schipka studierte Rechtswissenschaften und wurde 1997 zum Doktor iuris promoviert. 2001 wurde er zum Diakon geweiht, 2002 schloss er das Studium der katholischen Fachtheologie ab und empfing die Priesterweihe. Er war seelsorgerlich als Kaplan, Religionslehrer und später als Pfarrmoderator tätig. Im Jahr 2014 promovierte er in Moraltheologie. Seit Februar 2020 ist er Rektor der Burgkapelle in der Wiener Hofburg. Seit März 2011 wirkt Schipka als Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz. (KNA)