DBK stimmte Personalie zu – Gratulation von Erzbischof

Thomas Schwartz bleibt Chef von katholischem Hilfswerk Renovabis

Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer von Renovabis, im Vatikan
Bild: KNA/Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani

Thomas Schwartz (62), seit 2021 Hauptgeschäftsführer von Renovabis, bleibt für weitere fünf Jahre an der Spitze des katholischen Osteuropahilfswerks. Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. Oktober und dauert bis zum 30. September 2031, wie das Hilfswerk am Mittwoch an seinem Sitz in Freising mitteilte. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hatte bereits im Frühjahr der Personalie zugestimmt.

Die erneute Beauftragung des Pfarrers erfolgte auf Vorschlag des Aktionsrates, des höchsten Entscheidungsgremiums von Renovabis. Dessen Vorsitzender, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, gratulierte Schwartz mit den Worten: "Wir sind froh, dass Sie diese Aufgabe weiterführen, verstärkt durch Ihre nun schon jahrelange Erfahrung in diesem Amt, Ihrem lebendigen Austausch in der Kirche und in den Ländern, die Renovabis in besonderer Weise unterstützt, in den theoretischen, theologischen und gesellschaftlichen Einlassungen und vor allem auch in der Leitung der Geschäftsstelle von Renovabis mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern."

ZDF-Reihe "Lesch sieht Schwartz"

Der aus der Pfalz stammende Schwartz studierte katholische Theologie und Philosophie an den Universitäten Münster und Augsburg sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1990 erhielt er vom späteren Kardinal Karl Lehmann die Priesterweihe. Der promovierte Theologe ist Honorarprofessor für Wirtschaftsethik an der Universität Augsburg und gehört der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste an. Regelmäßig ist der Priester im ZDF in der Reihe "Lesch sieht Schwartz" zu sehen. In den Sendungen tauscht er sich mit dem Astrophysiker und Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch über theologische und philosophische Themen aus.

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Im März 1993 wurde das Hilfswerk von der Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet. Renovabis unterstützt kirchliche und soziale Projekte sowie solche für Bildung in 29 Ländern. Nach eigenen Angaben konnten bisher rund 27.300 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 915 Millionen Euro (Stand Ende Oktober 2025) gefördert werden. (KNA)