Heiligen-Geschichte mit Actionszenen

Kämpfe und Klostergründung: Pater erklärt neuen Franziskus-Comic

Franz von Assisi
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Ein neuer Comic erzählt zum 800. Todestag die Geschichte von Franz von Assisi – sogar mit Actionszenen. "Ein Leben wie das des Heiligen Franziskus passt gut zu dem farbenfrohen und abenteuerreichen Medium Comic", sagte Pater Paschal Mary Yohe von den Franziskanischen Missionaren des Ewigen Wortes dem National Catholic Register (Samstag). Yohe sei an der Entwicklung der Comic-Geschichte beteiligt gewesen. 

Der Comic "Francis: Herald of the Great King" (Franziskus: Vorbote des großen Königs) wurde vom katholischen Verlag Voyage Comics herausgegeben. Er erzählt laut Beschreibungen die Geschichte des jungen italienischen Kaufmannsohnes Franziskus – von seinem Traum als Soldat Ruhm zu erlangen, seinen Geschäften als Kaufmann, über Begegnungen mit Armen und Kranken zur späteren Klostergründung. 

Pater sorgte für richtige Fakten im Franz von Assisi-Comic

Die Comicbilder brächten den Lesern den Weg des Heiligen auf neue Weise nahe, sagte Yohe. Es sei eine Sache zu sagen, dass Franziskus "versucht hatte, ein Ritter zu sein, aber es ist etwas ganz anderes, zu sehen, was das mit sich brachte und welche Kämpfe er durchstehen musste“. Der Pater war laut eigener Aussage an der Comic-Produktion beteiligt, um "gängige historische Missverständnisse über Franziskus auszuräumen und Anmerkungen aus der aktuellen Forschung hinzuzufügen". Dazu zähle zum Beispiel, dass Franziskus auf seiner ersten Reise nach Rom zwar zum Bettler wurde, aber eigentlich auf Geschäftsreise als Kaufmannssohn war. Das erkläre, warum er genug Geld hatte, um es im Anschluss in einer Kirche zu spenden.

Auch würden Heilige oft als statische Vorbilder gezeichnet werden. Dabei sei der Weg zuvor bedeutend, sagte Yohe. "Der Mensch und sein Weg sind nicht nur das, was am Ende aus ihm geworden ist."

Katholische Comics und die Verkündigung des Evangeliums

Passt ein Comic-Format wirklich zum Weg eines Heiligen wie Franz von Assisi? Der Autor des Comics und Gründer der Comicfirma Philip Kosloski zeigte keine Bedenken. Er habe festgestellt, dass Comics in der modernen Welt ein wirksames Medium seien, um die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, sagte er gegenüber dem National Catholic Register. Kinder, aber auch Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Menschen würden eher Comics statt Kapitelbücher lesen. Kosloski denke bereits über Fortsetzungen des Franziskus-Comics nach.

Katholische Comics wurden auch schon von den Bistümern selbst veröffentlicht. So haben zum Beispiel das Bistum Limburg und das Bistum Hildesheim ihre eigenen Comics herausgegeben. Das Bistum Hildesheim stellte darin seine Kirchengeschichte in gezeichneter Form dar. Und auch der katholische Jugendbuchpreis ging schon einmal an einen Comic-Zeichner. (chd)