Kirchen stellen mehrsprachiges Andachtsbuch für Flüchtlinge vor

Ein Anker in der Fremde

Die Parabel des barmherzigen Samariters im Lukasevangelium auf Aramäisch.
Bild: katholisch.de

Am Buch mitgearbeitet hat auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen (ACKN). "Die Verwurzelung im Glauben kann für geflüchtete Menschen in der Fremde ein Anker sein, eine Heimat", erklärte Bischof Trelle. "Davon haben wir uns bei der Konzeption leiten lassen. Es gab viele Gemeinden, die gefragt haben: Wie können wir den geflüchteten Christen helfen, in ihrer Muttersprache Gottesdienste zu feiern und zu beten." Nach den Angaben waren im vergangenen Jahr 13,8 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland Christen, 2014 waren es 25 Prozent.

Die erste Auflage des Andachtsbuch "Du bist der Gott meiner Stärke - Christliche Flüchtlinge als Geschwister im Glauben willkommen heißen" liegt bei 8.000 Exemplaren. Eine zweite Auflage ist bereits in Planung. "Die Nachfrage ist groß", so Trelle. Es habe viele Vorbestellungen gegeben. Für die Gemeinden in Bistum und Landeskirche ist die Broschüre laut Initiatoren kostenlos, ansonsten werden drei Euro zuzüglich Versandkosten berechnet.

Buch enthält auch Kontakte orthodoxer Gemeinden

Landesbischof Meister betonte, Christen kämen "aus verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen", hätten aber "ein gemeinsames inneres Geheimnis, das sich ausdrückt in Jesus Christus". Das Buch solle eine Hilfe sein, gemeinsam Andachten zu feiern. An der Redaktion wirkten Migrationsgemeinden, das Bistum Hildesheim und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers mit. Enthalten sind etwa auch Adressen orthodoxer und orientalisch-orthodoxer christlicher Gemeinden in Niedersachsen sowie Ansprechpartner aus internationalen Gemeinden. (KNA)

Linktipp: "Flüchtlinge wollen die Heilige Schrift lesen"

Vom Vaterunser bis zu den Rosenkranzgeheimnissen: All diese Gebete hat das Hilfswerk "Kirche in Not" für Flüchtlinge in einem Heft zusammengestellt - in deutscher und arabischer Sprache. Ersten Migranten haben bereits Interesse an dem Heft.

Zum Artikel