Ein Vater füttert sein Kind.
2011 bezogen mehr als 180.000 Väter Elterngeld

Papa an der Flasche

Elterngeld - Immer mehr Väter in Deutschland bekommen Elterngeld. Mehr als jeder vierte Vater (181.000) der rund 663.000 im Jahr 2011 geborenen Kinder habe diese Leistung bezogen, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Die Väterbeteiligung von 27,3 Prozent beträgt rund zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Mütter bezogen laut dem Bundesamt im Jahr 2011 in 95 Prozent der Fälle Elterngeld.

Wiesbaden - 27.05.2013

Vor allem in Bayern (35,8 Prozent) und Sachsen (35,6 Prozent) beantragten Väter das Geld – wie schon im Vorjahr. Schlusslicht war das Saarland mit 17,5 Prozent. In Jena (Thüringen/47,2 Prozent) und im Landkreis Cham (Bayern/46,2 Prozent) beteiligte sich fast jeder zweite Vater, in Hagen und Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) nur jeder zehnte.

Allerdings zeigt die Statistik auch auf, dass drei von vier Vätern (77 Prozent) das Geld für maximal zwei Monate bezogen. Nur knapp 7 Prozent nahmen die Leistung für zwölf Monate in Anspruch. Zum Vergleich: Neun von zehn Müttern bezogen das Elterngeld für zwölf Monate.

Väter beziehen 1.200 Euro, Mütter 868 Euro

Wie die Statistik weiter ausweist, lag im Jahr 2011 der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, im ersten Bezugsmonat bundesweit bei 1.204 Euro. Er überstieg damit den vergleichbaren Anspruch von Müttern in Höhe von durchschnittlich 868 Euro um mehr als ein Drittel.

In den meisten süddeutschen und westdeutschen Kreisen betrug der durchschnittliche Anspruch mehr als 1.200 Euro. Die Kreise, in denen dieser niedriger als 1000 Euro war, lagen den Statistikern zufolge vor allem in Ostdeutschland. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem zuvor bezogenen Einkommen.

Zwölf Monate + zwei Partnermonate

Das Elterngeld war mit Beginn des Jahres 2007 eingeführt worden. Es wird bis zu zwölf Monate gezahlt und um zwei sogenannte "Partnermonate" verlängert, wenn der zweite Elternteil mindestens für diese beiden Monate die Elternzeit in Anspruch nimmt und wenn ein Elternteil während des Bezugszeitraums sein Einkommen reduziert. (luk/dpa/KNA)