Gesundheitsminister Gröhe wird als "Volksverräter" beschimpft

Hasskommentare nach Katholikentag

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Bild: KNA

Er sei als "Volksverräter an der Seite der Flüchtlingsindustrie" beschimpft worden. Grundsätzlich gebe es eine Verrohung der politischen Debatte, so Gröhe. Die Bereitschaft steige, zu Hassparolen zu greifen. "Und in den sozialen Netzwerken ist es leicht geworden, unerkannt Hass zu säen", sagte der Politiker.

Mord an Jo Cox als Alarmzeichen

Den Mord an der britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox und das Attentat auf die damalige Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker bezeichnete Gröhe als "Alarmzeichen". Es sei "schockierend und traurig", dass Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzten, auf diese Weise angegriffen würden.

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Freisprecher: Woher kommt dieser Ton im Netz? - Annika leitet die Community Redaktion von "Zeit online“. Sie ist überzeugt: "Menschen sind halt Menschen. Wenn sie miteinander reden, dann können sie sich auch verändern.“

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Am vergangenen Donnerstag war die EU-freundliche Abgeordnete Cox in Nordengland von einem 52-jährigen Mann niedergestochen und erschossen worden. Zahlreiche Politiker forderten daraufhin auch in Deutschland mehr Respekt und sachliche Auseinandersetzungen.

Am Samstag beklagte der anglikanische Erzbischof von Wales, Barry Morgan, eine vergiftete Debatte über das EU-Referendum in Großbritannien. Es sei zu befürchten, dass die harten Attacken zwischen den politischen Gegnern auch nach der Abstimmung am 23. Juni nicht aufhörten. Ein solches "Spektakel" müsse Kinder und Jugendliche dazu bringen, sich von der Politik abzuwenden. Die Briten stimmen am Donnerstag über ihren Verbleib in der EU ab. (KNA)