Allerheiligen

Allerheiligen hat, wie viele andere Feste, seinen Ursprung im Orient. Zuerst, d.h. um das Jahr 400, wurde an diesem Tag der unzähligen Märtyrer gedacht, die für Christus gestor-ben waren, deren Namen man aber nicht mehr kannte. Im 6.Jhdt fand dieser Gedenktag auch in die lateinische Kirche Eingang, wurde aber am 13.Mai gefeiert. Seit Papst Gregor III. (731-741) wurde nicht nur der Märtyrer, sondern aller Heiligen gedacht. Besonders gefördert wurde die Feier dieses Tages von England aus, vor allem durch den berühmten Gelehrten Alkuin. Papst Gregor IV. (827-844) führte das Fest "Allerheiligen" offiziell für die abendländische Kirche ein. Es wurde jedoch auf den 1.November verlegt. Wahr-scheinlich hängt dies mit dem "Keltischen Jahr" zusammen, das am 1.November begann. Arno, der erste Erzbischof von Salzburg, ein Freund Alkuins, war vermutlich der erste Bischof in Westeuropa, in dessen Diözese Allerheiligen als Fest allgemein begangen wurde. Er verband es mit Fasten, Gebet, Messelesen und Almosengeben. Der schöne Brauch des Gräberschmückens war ursprünglich erst mit dem folgenden Tag, mit Allerseelen, verbunden. Bauernregel: "Schnee am Allerheiligentag, gar nicht lange liegen mag." "Hat Allerheil'gen Sonnen-schein, wird Martini (11.11.) um so kälter sein."