Petrus (Peter)

02.07

Petrus (Peter), der Sohn des Grafen von Luxemburg, war, als er starb, noch nicht einmal ganz 18 Jahre alt und trotzdem schon Bischof von Metz und Kardinal gewesen. Bereits mit 15 Jahren war er, gemäß einer Unsitte seiner Zeit (durch den Gegenpapst in Avignon), zum Bischof von Metz und dann zum Kardinal erhoben worden. Der junge Bischof führte zwar ein gottesfürchtiges Leben und kümmerte sich mit großer Liebe um die Ärmsten der Gesell-schaft, aber für sein hohes Amt fühlte er sich noch nicht würdig. Schon nach einem Jahr trat er zurück und ging an den ganz und gar verweltlichten päpstlichen Hof in Avignon, wo er über die dort herrschenden Zustände bestürzt war und, von den Standesgenossen fast unbe-merkt, ein Beispiel an Demut und christlicher Nächstenliebe vorlebte. Auch seinen letzten Besitz verschenkte er noch an die Armen. + 2.7.1387.