Margareta (Margaretha, Margarete, Marguerite, Margot)

Margareta Maria (Marguerite-Marie) Alacoque, 1647 in der Stadt Lauthecour (Bourgogne) als Tochter eines Richters geboren, musste schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Als sie 8 Jahre alt war, starb der Vater; mit 10 Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie aber einige Jahre später plötzlich auf unerklärliche Weise geheilt wurde. Sie war glücklich, als sie 1671 in den Orden der Salesianerinnen aufgenommen wurde. Nach dem Eintritt ins Kloster häuften sich ihre schon vorher aufgetretenen Visionen und Ekstasen. Am 16. Juni 1675 erblickte die Ordensfrau in einer Vision Jesus Christus, der ihr auftrug, den Freitag nach dem Oktavtag von Fronleichnam als Herz-Jesu-Freitag (als Symbol seiner Liebe zu den Menschen) einführen zu lassen. Obwohl die Mystikerin schwersten Anfeindungen ausgesetzt war, verfolgte sie ihr Ziel, die Verbreitung der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu bis an ihr Lebensende. Doch als sie am 16. Oktober 1690 starb, war ihre Aufgabe noch immer nicht erfüllt. Es vergingen mehr als 150 Jahre, bis Papst Pius IX. um die Mitte des 19. Jhdts das Herz-Jesu-Fest offiziell einführte. Seither wird das Herz-Jesu-Fest jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert