KALENDERBLATT

Alphonsa von der Unbefleckten Empfängnis

Alphonsa (1910-1946) musste lange darum kämpfen, ihrer Berufung folgen zu dürfen – und griff dazu auch auf drastische Mittel zurück. Als jüngstes von fünf Kindern einer angesehenen Familie wurde sie im südindischen Kerala geboren und erhielt den Namen Annakutty (auf Deutsch etwa Annilein). Ihre Eltern waren tiefreligiös und gehörten der syro-malabarischen Kirche, einer katholischen Ostkirche, an. Kurz nach Annakuttys Geburt starb ihre Mutter und sie wuchs bei ihren Großeltern auf. Es war eine glückliche Zeit für das junge Mädchen, in der es sich geborgen fühlte und anfing, über eine geistliche Berufung nachzudenken. Als Annakutty zehn Jahre alt war, änderte sich ihr Leben jedoch dramatisch: Dem Willen ihrer verstorbenen Mutter entsprechend zog sie zu ihrer Tante Anna in eine andere Stadt, um dort die Mittelschule zu besuchen. Während sich das Mädchen mit den Karmelitinnen im nahegelegenen Kloster anfreundete, verfolgte die Tante nur einen Plan: ihre auffallend schöne Nichte möglichst vorteilhaft zu verheiraten. Annakutty aber lehnte auch unter Schlägen alle Ehekandidaten ab. Schließlich sah die erst Dreizehnjährige keinen anderen Ausweg mehr, als sich absichtlich Brandwunden zuzufügen. Doch auch mit diesem vermeintlichen Makel blieb Annakutty eine begehrte Heiratspartie. Erst ihr Beichtvater eröffnete ihr einen Ausweg und stellte den Kontakt zu der Gemeinschaft der Klarissen her. Von 1927 an besuchte Annakutty deren Internat und trat ein Jahr später als Postulantin dem Orden bei. Sie nahm den Ordensnamen Alphonsa von der Unbefleckten Empfängnis an und wurde 1930 eingekleidet. Kurz darauf erkrankte sie so schwer, dass sie ihrem Beruf als Schulschwester kaum noch nachgehen konnte. Auf kurze Phasen der Genesung folgten ständig weitere Erkrankungen, welche die junge Ordensfrau immer wieder ans Bett fesselten. Schließlich erlag Alphonsa ihren Leiden und starb am 28. Juli 1946. Bald darauf wurden ihrem Grab zahlreiche Wunder zugeschrieben und nicht nur Christen pilgerten an diesen Ort. Papst Benedikt XVI. sprach sie 2008 als erste Inderin heilig.

Gebet des Tages

Gütiger Gott,

durch das Wirken deiner Gnade

schenkst du uns schon auf Erden

den Anfang des ewigen Lebens.

Vollende, was du in uns begonnen hast,

und führe uns hin zu jenem Licht,

in dem du selber wohnst.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

STUNDENBUCH

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jer 14,17b-22)

Meine Augen fließen über von Tränen bei Nacht und bei Tag
   und finden keine Ruhe.
Denn einen großen Zusammenbruch
   erlitt die Jungfrau, die Tochter, mein Volk,
eine unheilbare Wunde.

Gehe ich aufs Feld hinaus –
   siehe: vom Schwert Durchbohrte!
Komme ich in die Stadt –
   siehe: vom Hunger Gequälte!
Ja, auch Prophet und Priester ziehen
   in ein Land, das sie nicht kennen.

Hast du denn Juda ganz verworfen,
wurde dir Zion zum Abscheu?
Warum hast du uns so geschlagen,
   dass es für uns keine Heilung mehr gibt?
Wir hofften auf Heil,
   doch kommt nichts Gutes,
auf die Zeit der Heilung,
   doch siehe: nur Schrecken!

Wir erkennen, HERR, unser Unrecht,
   die Schuld unsrer Väter:
Ja, wir haben gegen dich gesündigt.
Um deines Namens willen verschmäh nicht,
verstoß nicht den Thron deiner Herrlichkeit!
Gedenke! Brich nicht deinen Bund mit uns!

Gibt es etwa Regenspender unter den Götzen der Völker?
Oder ist es der Himmel, der von selbst regnen lässt?
Bist nicht du es, HERR, unser Gott?
Wir setzen unsre Hoffnung auf dich;
   denn du hast dies alles gemacht.

Jer

Antwortpsalm

Wie lange noch, HERR? Willst du für immer zürnen, ∗
wird brennen wie Feuer dein Eifer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! †
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! ∗
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Hilf uns, Gott unsres Heils, ∗
um der Herrlichkeit deines Namens willen!

Reiß uns heraus und vergib uns die Sünden ∗
um deines Namens willen!

Das Stöhnen des Gefangenen komme vor dein Angesicht! ∗
Durch deinen mächtigen Arm erhalte die Kinder des Todes am Leben.

Wir, dein Volk und die Herde deiner Weide, †
wir wollen dir danken auf ewig, ∗
von Geschlecht zu Geschlecht dein Lob verkünden.

Evangelium

Ruf vor dem Evangelium

Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus.
Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit.

In jener Zeit
   verließ Jesus die Menge
   und ging in das Haus.
Und seine Jünger kamen zu ihm
und sagten:
   Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!

Er antwortete: Der den guten Samen sät,
   ist der Menschensohn;
der Acker ist die Welt;
der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches;
das Unkraut sind die Kinder des Bösen;
der Feind, der es gesät hat,
   ist der Teufel;
die Ernte ist das Ende der Welt;
die Schnitter sind die Engel.

Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird,
   so wird es auch bei dem Ende der Welt sein:
Der Menschensohn wird seine Engel aussenden
und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen,
   die andere verführt und Gesetzloses getan haben,
und werden sie in den Feuerofen werfen.
Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

Dann werden die Gerechten
   im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.

Wer Ohren hat, der höre!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LESEHORE

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Erwacht und singt in der Nacht;
es kommt das göttliche Wort, der Sohn,
der Himmel und Erde gemacht,
vom Thron in unsere Zeit und Niedrigkeit.

Erhebt euch, Menschen, und gebt ihm Ehr’,
der über das All ward gesetzt,
dem Kyrios Christ, der lebt im Jetzt
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Der Herr verschafft den Armen ihr Recht.

Psalm 10.1

Herr, warum bleibst du so fern, 
verbirgst dich in Zeiten der Not?

In seinem Hochmut quält der Frevler die Armen. 
Er soll sich fangen in den Ränken, die er selbst ersonnen hat.

Denn der Frevler rühmt sich nach Herzenslust, 
er raubt, er lästert und verachtet den Herrn.

Überheblich sagt der Frevler: 
„Gott straft nicht. Es gibt keinen Gott.“ 
So ist sein ganzes Denken.

Zu jeder Zeit glückt ihm sein Tun. 
Hoch droben und fern von sich wähnt er deine Gerichte. 
All seine Gegner faucht er an.

Er sagt in seinem Herzen: „Ich werde niemals wanken. 
Von Geschlecht zu Geschlecht trifft mich kein Unglück.“

Sein Mund ist voll Fluch und Trug und Gewalttat; 
auf seiner Zunge sind Verderben und Unheil.

Er liegt auf der Lauer in den Gehöften 
und will den Schuldlosen heimlich ermorden; 
seine Augen spähen aus nach dem Armen.

Er lauert im Versteck wie ein Löwe im Dickicht, 
er lauert darauf, den Armen zu fangen; 
er fängt den Armen und zieht ihn in sein Netz.

Er duckt sich und kauert sich nieder, 
seine Übermacht bringt die Schwachen zu Fall.

Er sagt in seinem Herzen: „Gott vergisst es, 
er verbirgt sein Gesicht, er sieht es niemals.“

Ant.

Der Herr verschafft den Armen ihr Recht.

2. Antiphon

Herr, du schaust auf Unheil und Kummer, du bist den Verwaisten ein Helfer.

Psalm 10.2

Herr, steh auf, Gott, erheb deine Hand, 
vergiss die Gebeugten nicht!

Warum darf der Frevler Gott verachten 
und in seinem Herzen sagen: „Du strafst nicht“?

Du siehst es ja selbst; 
denn du schaust auf Unheil und Kummer.

Der Schwache vertraut sich dir an; 
du bist den Verwaisten ein Helfer.

Zerbrich den Arm des Frevlers und des Bösen, bestraf seine Frevel, 
so dass man von ihm nichts mehr findet.

Der Herr ist König für immer und ewig, 
in seinem Land gehen die Heiden zugrunde.

Herr, du hast die Sehnsucht der Armen gestillt, 
du stärkst ihr Herz, du hörst auf sie:

Du verschaffst den Verwaisten und Bedrückten ihr Recht. 
Kein Mensch mehr verbreite Schrecken im Land!

Ant.

Herr, du schaust auf Unheil und Kummer, du bist den Verwaisten ein Helfer.

3. Antiphon

Die Worte des Herrn sind lautere Worte, Silber geschmolzen im Ofen.

Psalm 12

Hilf doch, o Herr, die Frommen schwinden dahin, 
unter den Menschen gibt es keine Treue mehr.

Sie lügen einander an, einer den andern, 
mit falscher Zunge und zwiespältigem Herzen reden sie.

Der Herr vertilge alle falschen Zungen, 
jede Zunge, die vermessen redet.

Sie sagen: „Durch unsre Zunge sind wir mächtig; 
unsre Lippen sind unsre Stärke. Wer ist uns überlegen?“

Die Schwachen werden unterdrückt, die Armen seufzen. 
Darum spricht der Herr: „Jetzt stehe ich auf, 
dem Verachteten bringe ich Heil.“

Die Worte des Herrn sind lautere Worte, 
Silber, geschmolzen im Ofen, 
von Schlacken geschieden, geläutert siebenfach.

Du, Herr, wirst uns behüten 
und uns vor diesen Leuten für immer erretten.

auch wenn die Frevler frei umhergehen 
und unter den Menschen die Gemeinheit groß wird.

Ant.

Die Worte des Herrn sind lautere Worte, Silber geschmolzen im Ofen.

Versikel

V: Die Demütigen leitet der Herr nach seinem Recht.
R: Die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Erste Lesung (31,1-8.13-23.35-37)

Erneute Unschuldsbeteuerung Ijobs

Einen Bund schloss ich mit meinen Augen, nie eine Jungfrau lüstern anzusehen.
Was wäre sonst mein Teil von Gott dort oben, mein Erbe vom Allmächtigen in der Höhe?
Ist nicht Verderben dem Frevler bestimmt und Missgeschick den Übeltätern?
Sieht er denn meine Wege nicht, zählt er nicht alle meine Schritte?
Wenn ich in Falschheit einherging, wenn zum Betrug mein Fuß eilte,
dann wäge Gott mich auf gerechter Waage, so wird er meine Unschuld anerkennen.
Wenn mein Schritt vom Wege wich, mein Herz meinen Augen folgte, an meinen Händen Makel klebte,
dann esse ein anderer, was ich säe, entwurzelt werde, was mir sprosst.
Wenn ich das Recht meines Knechts missachtet und das meiner Magd im Streit mit mir,
was könnt ich tun, wenn Gott sich erhöbe, was ihm entgegnen, wenn er mich prüfte?
Hat nicht mein Schöpfer auch ihn im Mutterleib geschaffen, hat nicht der Eine uns im Mutterschoß gebildet?
Wenn ich der Armen Wunsch versagte, verschmachten ließ der Witwe Augen,
wenn ganz allein ich meinen Bissen aß, das Waisenkind aber nicht davon aß –
von Jugend an hat wie ein Vater er mich großgezogen, vom Mutterschoß an mich geleitet –,
wenn ich den Verlorenen sah ohne Kleid und ohne Decke den Verarmten,
wenn nicht seine Lenden mir dankten, er nicht von der Schur meiner Lämmer sich wärmte,
wenn meine Hand der Waise drohte, weil ich am Tor Helfer für mich sah,
dann falle die Schulter mir vom Nacken, breche der Arm mir aus dem Gelenk.
Ja, Schrecken träfe mich, Gottes Verderben, vor seiner Hoheit hielte ich nicht stand.

Warten auf Gottes Antwort

Gäbe es doch einen, der mich hört. Das ist mein Begehr, dass der Allmächtige mir Antwort gibt: Hier ist das Schriftstück, das mein Gegner geschrieben.
Auf meine Schulter wollte ich es heben, als Kranz es um den Kopf mir winden.
Ich täte die Zahl meiner Schritte ihm kund, ich nahte mich ihm wie ein Fürst.

Aus dem Buch Ijob.

Zweite Lesung

Der falsche geistliche Friede

Wer sich selbst anklagt, nimmt heiter alles an, was ihn trifft: Schaden, Schmach oder welches Unglück auch immer. Er denkt, dass er all das verdient und ihn nichts verwirren kann. Wer besäße mehr Ruhe als er? Aber vielleicht wendet mir jemand ein: Wie aber, wenn ein Bruder mich verletzt und ich kann beim besten Willen nicht finden, dass ich ihm Anlass gegeben habe? Wie könnte ich dann mir die Schuld geben?

Wenn sich einer in Gottesfurcht sorgfältig erforscht, wird er sehen, dass er sicherlich irgendwie durch Tat, Wort oder Haltung Anlass gegeben hat. Findet er sich in alldem für den Augenblick ohne Schuld, so hat er diesen Bruder doch sicher ein andermal so oder anders verletzt; oder er hat vielleicht einen andern Bruder geplagt. Darum trifft ihn dieses Leid mit Recht. Vielleicht geschieht es auch, weil er sonst andere und zahlreiche Sünden getan hat.

Ein anderer fragt, wie er sich denn selbst anklagen soll: Er hat in aller Friedlichkeit und Ruhe dagesessen und wurde doch verletzt, weil der Bruder mit einem unangenehmen oder schmähenden Wort über ihn kam. Weil er das nicht ertragen kann, meint er, zu Recht erzürnt und erregt zu sein; denn wenn jener nicht dazugekommen wäre, gesprochen und Verwirrung gestiftet hätte, wäre es nicht zur Sünde gekommen. Das ist sicher lächerlich und unbegründet. Hat denn der, von dem jenes Wort kam, die Leidenschaft in ihm hineingebracht? Nein, er hat vielmehr nur gezeigt, an welcher Leidenschaft er krankt, damit er sich bessern kann, wenn er will. Er gleicht einem hellen und weißen Weizenbrot, außen schön, innen verschimmelt; erst wenn es einer aufbricht, kommt heraus, dass es verdorben ist.

So saß auch er ruhig und friedlich da, wie er meinte, er hatte aber die Leidenschaft in sich. Da kommt der Bruder über ihn, wirft eine unangenehme Bemerkung hin, und sofort wird aller Dreck und Eiter, der innen verborgen war, ausgestoßen. Wenn er darum Barmherzigkeit erlangen will, bekehre er sich, reinige sich und versuche, besser zu werden. Dann wird er sehen, dass er dem Bruder eher Dank schuldet, weil er ihm doch zu so großem Gewinn verholfen hat. Denn nachher wird er nicht mehr so von Versuchungen gequält, sondern je weiter er fortschreitet, um so leichter werden ihm die Versuchungen scheinen. Denn mit den größeren Fortschritten wird die Seele immer stärker im Ertragen der Härten, die ihr zustoßen.

Dorotheos von Gaza (6. Jh.) – Aus der Lehre „Von der Selbstanklage“.

Oration

Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen, ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig. Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, dass wir die ewigen nicht verlieren.

ABSCHLUSS

V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.

LAUDES

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Schon zieht herauf des Tages Licht.
Wir flehn zu Gott voll Zuversicht:
Bewahre uns an diesem Tag
vor allem, was uns schaden mag.

Bezähme unsrer Zunge Macht,
dass sie nicht Hass und Streit entfacht;
lass unsrer Augen hellen Schein
durch Böses nicht verdunkelt sein.

Rein sei das Herz und unversehrt
und allem Guten zugekehrt,
und gib uns jeden Tag das Brot
für unsre und der Brüder Not.

Senkt sich hernieder dann die Nacht
und ist das Tagewerk vollbracht,
sei dir all unser Tun geweiht
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dich, Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
voll Freude alle Schöpfung preist,
der jeden neuen Tag uns schenkt
und unser ganzes Leben lenkt. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Wer reine Hände hat und ein lauteres Herz, darf hinaufziehen zum Berg des Herrn.

Psalm 24

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, 
der Erdkreis und seine Bewohner.

Denn er hat ihn auf Meere gegründet, 
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, 
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?

Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, 
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn 
und Heil von Gott, seinem Helfer.

Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, 
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.

Ihr Tore, hebt euch nach oben, 
hebt euch, ihr uralten Pforten; 
denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Wer ist der König der Herrlichkeit? 
Der Herr, stark und gewaltig, der Herr, mächtig im Kampf.

Ihr Tore, hebt euch nach oben, 
hebt euch, ihr uralten Pforten; 
denn es kommt der König der Herrlichkeit.

Wer ist der König der Herrlichkeit? 
Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit.

Ant.

Wer reine Hände hat und ein lauteres Herz, darf hinaufziehen zum Berg des Herrn.

2. Antiphon

Preist den Herrn der Gerechtigkeit, rühmt den ewigen König.

Psalm 162

Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt, 
sein Königtum sei gepriesen!

Er züchtigt und hat auch wieder Erbarmen, 
er führt hinab in die Unterwelt und führt auch wieder zum Leben. 
Niemand kann seiner Macht entfliehen.

Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels, 
denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut.

Verkündet dort seine erhabene Größe, 
preist ihn laut vor allem, was lebt.

Denn er ist unser Herr und Gott, 
er ist unser Vater in alle Ewigkeit.

Er züchtigt uns wegen unsrer Sünden, 
doch hat er auch wieder Erbarmen.

Preist den Herrn der Gerechtigkeit, 
rühmt den ewigen König!

Ich bekenne mich zum Herrn im Land der Verbannung, 
ich bezeuge den Sündern seine Macht und erhabene Größe.

Kehrt um, ihr Sünder, 
tut, was recht ist in seinen Augen! 
Vielleicht ist er gnädig und hat mit euch Erbarmen.

Ich will meinen Gott rühmen, den König des Himmels, 
meine Seele freut sich über die erhabene Größe meines Gottes.

Ant.

Preist den Herrn der Gerechtigkeit, rühmt den ewigen König.

3. Antiphon

Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.

Psalm 33

Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; 
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.

Preist den Herrn mit der Zither, 
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!

Singt ihm ein neues Lied, 
greift voll in die Saiten und jubelt laut!

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, 
all sein Tun ist verlässlich.

Er liebt Gerechtigkeit und Recht, 
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, 
ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.

Wie in einem Schlauch fasst er das Wasser des Meeres, 
verschließt die Urflut in Kammern.

Alle Welt fürchte den Herrn; 
vor ihm sollen alle beben, die den Erdkreis bewohnen.

Denn der Herr sprach, und sogleich geschah es; 
er gebot, und alles war da.

Der Herr vereitelt die Beschlüsse der Heiden, 
er macht die Pläne der Völker zunichte.

Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, 
die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, 
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

Der Herr blickt herab vom Himmel, 
er sieht auf alle Menschen.

Von seinem Thronsitz schaut er nieder 
auf alle Bewohner der Erde.

Der ihre Herzen gebildet hat, 
er achtet auf all ihre Taten.

Dem König hilft nicht sein starkes Heer, 
der Held rettet sich nicht durch große Stärke.

Nichts nützen die Rosse zum Sieg, 
mit all ihrer Kraft können sie niemand retten.

Doch das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, 
die nach seiner Güte ausschaun;

denn er will sie dem Tod entreißen 
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.

Unsre Seele hofft auf den Herrn, 
er ist für uns Schild und Hilfe.

Ja, an ihm freut sich unser Herz, 
wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

Lass deine Güte über uns walten, o Herr, 
denn wir schauen aus nach dir.

Ant.

Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.

Kurzlesung

Die Stunde ist gekommen, sich vom Schlaf zu erheben. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tage.

Benedictus

Einen starken Retter hat der Herr uns erweckt, wie er verheißen hat durch den Mund seiner Propheten.

Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! 
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt 
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her 
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden 
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet 
und an seinen heiligen Bund gedacht, 
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, 
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit 
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; 
denn du wirst dem Herrn vorangehn 
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken 
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes 
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, 
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

VATER UNSER

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Herr, neige dein Ohr und vernimm das Morgengebet deiner Gläubigen. Erhelle und heile, was in der Tiefe unseres Herzens krank ist, damit kein Begehren uns in seinem Bann gefangenhält, die wir erleuchtet wurden durch das Licht der himmlischen Gnade.

ABSCHLUSS

V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.

TERZ

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

Psalmodie

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, um die dritte Stunde hast du deinen Heiligen Geist über die Apostel ausgegossen. Sende den Geist der Liebe auch in unser Herz, damit wir in Treue für dich Zeugnis geben vor den Menschen.

SEXT

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Psalmodie

Oration

Gütiger Gott, als Petrus um die sechste Stunde betete, hast du ihn belehrt, dass das Heil allen Völkern zuteil werden soll. Bewirke durch deine Gnade, dass unser Tagewerk dir gefällt und dem Heilsplan deiner Liebe dient.

NON

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.

Psalmodie

Oration

Gott, um die neunte Stunde hast du dem Hauptmann Kornelius deinen Engel geschickt, dass er ihm den Weg des Heiles weise. Mach uns bereit, in der Gemeinschaft der Kirche mitzuwirken an der Rettung der Menschen.

VESPER

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Der Erde Schöpfer und ihr Herr,
du hast geschieden Meer und Land;
du hast die Flut zurückgedämmt
und gabst der Erde festen Grund,

dass sie uns sprieße gute Saat
und schön sei durch der Blumen Pracht,
dass sie von reifen Früchten schwer,
uns Nahrung geb’ zur rechten Zeit.

Des Herzens Erdreich ist versengt:
Im Tau der Gnade schaff es neu.
Es öffne, Herr, sich deinem Wort
und nehm’ die Saat in Freuden auf.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du, sein Sohn und Ebenbild,
die ihr in Einheit mit dem Geist
die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Der Herr hat seinem Gesalbten den Sieg verliehen.

Psalm 20

Der Herr erhöre dich am Tage der Not, 
der Name von Jakobs Gott möge dich schützen.

Er sende dir Hilfe vom Heiligtum 
und stehe dir bei vom Zion her.

An all deine Speiseopfer denke er, 
nehme dein Brandopfer gnädig an.

Er schenke dir, was dein Herz begehrt, 
und lasse all deine Pläne gelingen.

Dann wollen wir jubeln über deinen Sieg, 
im Namen unsres Gottes das Banner erheben. 
All deine Bitten erfülle der Herr.

Nun bin ich gewiss: 
der Herr schenkt seinem Gesalbten den Sieg;

er erhört ihn von seinem heiligen Himmel her 
und hilft ihm mit der Macht seiner Rechten.

Die einen sind stark durch Wagen, die andern durch Rosse, 
wir aber sind stark im Namen des Herrn, unsres Gottes.

Sie sind gestürzt und gefallen; 
wir bleiben aufrecht und stehen.

Herr, verleihe dem König den Sieg! 
Erhör uns am Tag, da wir rufen!

Ant.

Der Herr hat seinem Gesalbten den Sieg verliehen.

2. Antiphon

Herr, deiner siegreichen Kraft wollen wir singen und spielen.

Psalm 21

An deiner Macht, Herr, freut sich der König; 
über deine Hilfe, wie jubelt er laut!

Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, 
ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.

Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, 
du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.

Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, 
viele Tage, für immer und ewig.

Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, 
du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.

Du machst ihn zum Segen für immer; 
wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.

Denn der König vertraut auf den Herrn, 
die Huld des Höchsten lässt ihn niemals wanken.

Erhebe dich, Herr, in deiner Macht! 
Deiner siegreichen Kraft wollen wir singen und spielen.

Ant.

Herr, deiner siegreichen Kraft wollen wir singen und spielen.

3. Antiphon

Du hast uns, Herr, zu Königen gemacht und zu Priestern für unseren Gott.

Psalm 152

Gepriesen sei Gott, 
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet 
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, 
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, 
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, 
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; 
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden 
nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns reich beschenkt 
mit aller Weisheit und Einsicht

und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, 
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus 
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Ant.

Du hast uns, Herr, zu Königen gemacht und zu Priestern für unseren Gott.

Kurzlesung

Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es. Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Magnificat

Mein Geist jubelt über Gott, meinen Herrn und meinen Retter.

Meine Seele + preist die Größe des Herrn, 
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; 
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron 
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, 
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Oration

Wir danken dir, allmächtiger Vater, für diesen Abend. Voll Vertrauen heben wir unsere Hände zu dir empor; nimm unser Beten an als ein Opfer, das dir gefällt.

KOMPLET

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

SCHULDBEKENNTNIS

V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.

R: Amen.

Hymnus

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

Psalmodie

1. Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Psalm 143

Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; 
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; 
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, 
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Mein Geist verzagt in mir, 
mir erstarrt das Herz in der Brust.

Ich denke an die vergangenen Tage, 
sinne nach über all deine Taten, 
erwäge das Werk deiner Hände.

Ich breite die Hände aus und bete zu dir; 
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

Herr, erhöre mich bald, 
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, 
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; 
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; 
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, entreiß mich den Feinden! 
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. 
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, 
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Ant.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Kurzlesung

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!

Nunc dimittis

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, 
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, 
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Oration

Herr, gütiger Vater, sei du unsere Leuchte im Dunkel der Nacht. Gib, dass wir in Frieden schlafen, damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages in deinem Namen freudig erheben.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.