KALENDERBLATT

Josef von Copertino

"Untauglich" – mit diesem vernichtenden Urteil entließen die Kapuziner ihren Novizen Josef (1603-1663). Der junge Mann aus dem apulischen Bauerndorf Copertino stammte aus einfachsten Verhältnissen und sollte noch oft falsch eingeschätzt werden. Erst nach mehreren Versuchen wurde er schließlich in einem Franziskanerkloster aufgenommen. Das Schreiben lernte Josef erst spät und erfüllte nur mit Mühe und Not die Anforderungen für die Priesterweihe. Von 1628 an war er als Pfarrer in seinem Heimatdorf tätig und war bald für seine ekstatischen Verzückungen bekannt. Die Gläubigen sprachen ihm Wundertaten zu und pilgerten in großer Zahl zu ihm. Besonders berühmt aber war er für seine Levitationen (Schwebefähigkeiten), die selbst von hohen Adligen bezeugt wurden. Die Inquisition traute dem Ganzen nicht und bestellte ihn nach Neapel ein: Dort wurde Josef zwar freigesprochen, aber vorsorglich versetzt und unter Hausarrest gestellt. Das tat seiner Popularität jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil. 1753 wurde der schon zu Lebzeiten verehrte Franziskaner offiziell heiliggesprochen. Der "Fliegende Frater" gilt als Patron der Raumfahrt. 

Gebet des Tages

Gott.

Du hast uns verschiedene Gaben geschenkt.

Keinem gabst du alles – und keinem nichts.

Jedem gibst du einen Teil.

Hilf uns,

dass wir uns nicht zerstreiten,

sondern einander dienen mit dem,

was du einem jeden zum Nutzen aller gibst.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

STUNDENBUCH

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (1 Kor 15,12-20)

Schwestern und Brüder!
Wenn aber verkündet wird,
   dass Christus von den Toten auferweckt worden ist,
   wie können dann einige von euch sagen:
   Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?

Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt,
   ist auch Christus nicht auferweckt worden.
Ist aber Christus nicht auferweckt worden,
   dann ist unsere Verkündigung leer,
   leer auch euer Glaube.
Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt,
   weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben:
   Er hat Christus auferweckt.
Er hat ihn eben nicht auferweckt,
   wenn Tote nicht auferweckt werden.

Denn wenn Tote nicht auferweckt werden,
   ist auch Christus nicht auferweckt worden.
Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist,
   dann ist euer Glaube nutzlos
und ihr seid immer noch in euren Sünden;
und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren.

Wenn wir allein für dieses Leben
   unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben,
   sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.

Nun aber i s t Christus von den Toten auferweckt worden
als der Erste der Entschlafenen.

1 Kor

Antwortpsalm (Ps 17,1-2.6-7.8+15)

Kv Dein Angesicht werde ich schauen. - Kv

Höre, HERR, die gerechte Sache, †
achte auf mein Flehen, ∗
vernimm mein Bittgebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil, ∗
deine Augen schauen, was recht ist.

Ich habe zu dir gerufen, denn du, Gott, gibst mir Antwort. ∗
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! ∗
Du rettest, die sich an deiner Rechten vor Empörern bergen.

Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, ∗
birg mich im Schatten deiner Flügel.

Ich, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen, ∗
mich sattsehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Evangelium (Lk 8,1-3)

Einige Frauen begleiteten Jesus und die Zwölf und unterstützten sie mit ihrem Vermögen

In jener Zeit
   wanderte Jesus von Stadt zu Stadt
   und von Dorf zu Dorf
   und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes.

Die Zwölf begleiteten ihn
und auch einige Frauen,
   die von bösen Geistern und von Krankheiten
   geheilt worden waren:
Maria, genannt Magdalena,
   aus der sieben Dämonen ausgefahren waren,
Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes,
Susanna und viele andere.
Sie unterstützten Jesus und die Jünger
   mit ihrem Vermögen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LESEHORE

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Erwacht und singt in der Nacht;
es kommt das göttliche Wort, der Sohn,
der Himmel und Erde gemacht,
vom Thron in unsere Zeit und Niedrigkeit.

Erhebt euch, Menschen, und gebt ihm Ehr’,
der über das All ward gesetzt,
dem Kyrios Christ, der lebt im Jetzt
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Mein Gott, verbirg dich nicht vor meinem Flehen; mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Psalm 55.3, 2–9

Vernimm, o Gott, mein Beten; 
verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich! 
Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; 
mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil 
und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust; 
mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich; 
ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: „Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, 
dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.“

Weit fort möchte ich fliehen, 
die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen 
vor dem Wetter, vor dem tobenden Sturm.

Ant.

Mein Gott, verbirg dich nicht vor meinem Flehen; mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

2. Antiphon

Der Herr wird uns befreien aus der Hand des Feindes und Verfolgers.

Psalm 55.4, 10–15

Entzweie sie, Herr, verwirr ihre Sprache! 
Denn in der Stadt sehe ich Gewalttat und Hader.

Auf ihren Mauern umschleicht man sie bei Tag und bei Nacht; 
sie ist voll Unheil und Mühsal.

In ihr herrscht Verderben; 
Betrug und Unterdrückung weichen nicht von ihren Märkten.

$Denn nicht mein Feind beschimpft mich, 
das würde ich ertragen;

nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, 
vor ihm könnte ich mich verbergen.

Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, 
mein Freund, mein Vertrauter,

mit dem ich, in Freundschaft verbunden, 
zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.

Ant.

Der Herr wird uns befreien aus der Hand des Feindes und Verfolgers.

3. Antiphon

Wirf deine Sorge auf den Herrn; er hält dich aufrecht.

Psalm 55.5, 17–24

Zu Gott will ich rufen, 
der Herr wird mir helfen.

Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne; 
er hört mein Klagen.

Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit 
vor denen, die gegen mich kämpfen, 
wenn es auch viele sind, die gegen mich angehen.

Gott hört mich und beugt sie nieder, 
er, der als König thront seit Ewigkeit.

Denn sie kehren nicht um 
und fürchten Gott nicht.

Der Feind legt Hand an Gottes Freunde, 
er entweiht Gottes Bund.

Glatt wie Butter sind seine Reden, 
doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit;

seine Worte sind linder als Öl 
und sind doch gezückte Schwerter.

Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube. 
Gewalttätige und Betrüger erreichen nicht die Mitte ihres Lebens. 
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält dich aufrecht! 
Er lässt den Gerechten niemals wanken.

Ant.

Wirf deine Sorge auf den Herrn; er hält dich aufrecht.

Versikel

V: Mein Sohn, merke auf meine Weisheit.
R: Meiner Einsicht neige dein Ohr.

Erste Lesung (1,14 – 2,5; 3,1-8)

Gebet der Verbannten – Bekenntnis der Schuld

Lest dann dieses Buch vor, das wir euch senden; es soll am Tag des Festes, und zwar an den Versammlungstagen, im Haus des Herrn vorgetragen werden. Sprecht: Der Herr, unser Gott, ist im Recht; uns aber treibt es bis heute die Schamröte ins Gesicht, den Leuten von Juda und den Bewohnern Jerusalems, unseren Königen und Beamten, unseren Priestern und Propheten und unseren Vätern; denn wir haben gegen den Herrn gesündigt und ihm nicht gehorcht. Wir haben auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, nicht gehört und die Gebote nicht befolgt, die der Herr uns vorgelegt hat. Von dem Tag an, als der Herr unsere Väter aus Ägypten herausführte, bis auf den heutigen Tag waren wir ungehorsam gegen den Herrn, unseren Gott. Wir hörten sehr bald nicht mehr auf seine Stimme. So hefteten sich an uns das Unheil und der Fluch, den der Herr durch seinen Diener Mose androhen ließ am Tag, als er unsere Väter aus Ägypten herausführte, um uns ein Land zu geben, in dem Milch und Honig fließen, und so ist es noch heute. Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und auf alle Reden der Propheten, die er zu uns gesandt hat. Jeder von uns folgte der Neigung seines bösen Herzens; wir dienten anderen Göttern und taten, was dem Herrn, unserem Gott, missfällt. So hat denn der Herr sein Wort erfüllt, das er über uns gesprochen hat, über unsere Richter, die Israel regierten, über unsere Könige und Beamten und über die Leute von Israel und Juda. Unter dem ganzen Himmel ist noch nie so etwas geschehen, wie der Herr es jetzt in Jerusalem geschehen ließ, ganz wie es im Gesetz des Mose geschrieben steht: dass der eine von uns das Fleisch des eigenen Sohnes, der andere das Fleisch der eigenen Tochter essen werde. Der Herr übergab sie allen Königreichen rings um uns und machte sie zum Gespött und zum Fluch bei allen Völkern im Umkreis, unter die er sie zerstreute. Aus Herrschern wurden Unterdrückte; denn wir haben gegen den Herrn, unseren Gott, gesündigt und nicht auf seine Stimme gehört. Herr, Allmächtiger, Gott Israels! Eine Seele in Ängsten, ein Geist voll Kummer schreit zu dir. Höre, Herr, erbarme dich, da wir gegen dich gesündigt haben. Du thronst in Ewigkeit; uns aber droht ewige Vernichtung. Herr, Allmächtiger, Gott Israels! Höre doch das Flehen der Todgeweihten Israels, der Söhne derer, die gegen dich gesündigt und auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, nicht gehört haben; so hat sich das Unheil an uns geheftet. Denk nicht mehr an die schlechten Taten unserer Väter, sondern denk jetzt an deine (starke) Hand und an deinen Namen! Du bist ja der Herr, unser Gott, und wir wollen dich preisen, Herr. Denn dazu hast du uns die Furcht vor dir ins Herz gelegt, dass wir deinen Namen anrufen. Auch in unserer Verbannung wollen wir dich preisen. Wir haben unser Herz abgekehrt von aller Bosheit unserer Väter, die gegen dich gesündigt haben. Siehe, wir sind noch heute in den Ländern unserer Verbannung, in die du uns versprengt hast, zum Schimpf, zum Fluchwort und zur Verwünschung, entsprechend allen schlechten Taten unserer Väter, die abtrünnig wurden vom Herrn, unserem Gott.

Aus dem Buch Baruch.

Zweite Lesung

Der Geist tritt für uns ein

Wer immer das Eine vom Herrn erbittet, nach dem Einen verlangt, betet mit Gewissheit und Sicherheit. Er braucht nicht zu fürchten, dass es ihm schadet, wenn er es erhält. Ohne dieses Eine nützt nichts anderes, auch wenn er es in der rechten Weise erhalten hat. Das Eine ist ja das eine wahre und allein selige Leben, in dem wir auf ewig die Freude des Herrn schauen, unsterblich und unvergänglich an Leib und Seele. Wegen dieses Einen wird auch das Übrige gesucht, und wegen dieses Einen ist es nicht ungehörig, wenn man darum bittet. Wer dieses Eine besitzt, wird alles haben, was er wünscht. Er wird nur das Rechte wollen können, weil er anderes auch nicht besitzen kann.

Denn dort ist der Quell des Lebens, nach dem wir jetzt im Gebet dürsten müssen, solange wir in der Hoffnung leben und noch nicht schauen, was wir erhoffen, im Schatten seiner Flügel, vor dem all unser Sehnen offen liegt, damit wir leben im Überfluss seines Hauses und getränkt werden mit dem Strom seiner Wonnen; denn bei ihm ist der Quell des Lebens, in seinem Licht schauen wir das Licht, wenn unser Sehnen durch das Gute gestillt wird und es nichts mehr gibt, wonach wir seufzend verlangen könnten, vielmehr alles in Freude besitzen.

Weil es aber der Friede ist, „der alles Verstehen übersteigt“, wissen wir auch, wenn wir um ihn beten, nicht, „worum wir in der rechten Weise beten sollen“. Denn wenn wir etwas nicht so denken können, wie es wirklich ist, dann wissen wir es auch nicht. Wenn aber etwas unserem Denken zuwiderläuft, verwerfen wir es, verachten es, lehnen es ab und wissen, dass es nicht das ist, wonach wir suchen, und wissen doch nicht, wie das Gesuchte aussieht.

Es gibt in uns sozusagen eine kluge Unwissenheit, die der Heilige Geist lehrt, der sich unserer Schwachheit annimmt. Denn der Apostel sagt: „Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld“; und er fügt hinzu: „So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein“.

Augustinus († 430) – Aus dem Brief an Proba.

Oration

Gott, du Schöpfer und Lenker aller Dinge, sieh gnädig auf uns. Gib, dass wir dir mit ganzem Herzen dienen und die Macht deiner Liebe an uns erfahren.

ABSCHLUSS

V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.

LAUDES

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
du sendest Licht in unsre Welt.

Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.

Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.

Du Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.

Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Psalm 51

Erneuert euren Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an! (Eph 4,23.24)

Wasche ab meine Schuld

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, 
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab, 
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten, 
meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, 
ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil, 
rein stehst du da als Richter.

Denn ich bin in Schuld geboren; 
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, 
im Geheimen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; 
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.

Sättige mich mit Entzücken und Freude! 
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden, 
tilge all meine Frevel.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz 
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, 
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil, 
mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, 
und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, 
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Herr, öffne mir die Lippen, 
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben, 
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, 
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion, 
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, 
an Brandopfern und Ganzopfern, 
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Ant.

Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

2. Antiphon

Freue dich, Jerusalem! Die Völker werden sich in dir versammeln und den Herrn lobpreisen.

Canticum: Tob 13,10c–13.15ef–17ab

Jerusalem, du heilige Stadt! 
Der Herr bestraft die Taten deiner Kinder, 
doch er hat wieder Erbarmen mit den Gerechten.

Bekenne dich zum Herrn in rechter Weise, 
preise den ewigen König,

damit sein Zelt von neuem errichtet wird, 
dir zur großen Freude!

Er mache in dir die Gefangenen wieder froh 
und schenke denen, die im Elend leben, seine Liebe, 
für alle Zeiten bis in Ewigkeit.

Von weither werden die Völker kommen, 
um den Namen des Herrn, unsres Gottes, zu preisen.

Sie tragen Geschenke herbei, 
Geschenke für den himmlischen König. 
Alle Menschen jubeln dir zu.

Wohl denen, die dich lieben; 
sie werden sich freuen über den Frieden, den du schenkst.

Meine Seele preise Gott, den großen König. 
Denn Jerusalem wird wieder aufgebaut.

Ant.

Freue dich, Jerusalem! Die Völker werden sich in dir versammeln und den Herrn lobpreisen.

3. Antiphon

Zion, lobsinge deinem Gott; er sendet sein Wort zur Erde.

Psalm 147.2, 12–20

Jerusalem, preise den Herrn, 
lobsinge, Zion, deinem Gott!

Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, 
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

er verschafft deinen Grenzen Frieden 
und sättigt dich mit bestem Weizen.

Er sendet sein Wort zur Erde, 
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er spendet Schnee wie Wolle, 
streut den Reif aus wie Asche.

Eis wirft er herab in Brocken, 
vor seiner Kälte erstarren die Wasser.

Er sendet sein Wort aus, und sie schmelzen, 
er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.

Er verkündet Jakob sein Wort, 
Israel seine Gesetze und Rechte.

An keinem andern Volk hat er so gehandelt, 
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Ant.

Zion, lobsinge deinem Gott; er sendet sein Wort zur Erde.

Kurzlesung

Gal 2,19b–20

Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, * zu Gott, der mir beisteht. –⁠
V: Er sendet mir Hilfe vom Himmel; zu ihm flüchte ich. * Zu Gott, der mir beisteht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –⁠

Benedictus

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns besucht das aufstrahlende Licht aus der Höhe.

Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! 
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt 
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her 
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden 
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet 
und an seinen heiligen Bund gedacht, 
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, 
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit 
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; 
denn du wirst dem Herrn vorangehn 
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken 
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes 
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, 
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Bitten

Gepriesen sei Jesus Christus, unsere Freude und Hoffnung. Zu ihm lasst uns beten:

Christus, höre uns.

Herr, du hast uns in deine Kirche berufen;

lass uns dich loben mit allen, die glauben.

Wir vertrauen auf dich,

lass uns nicht zuschanden werden.

Leite heute unsere Schritte;

gib, dass wir tun, was wahr und gerecht ist.

Bleibe bei uns, Herr;

denn ohne dich können wir nichts tun.

Gepriesen sei Jesus Christus, unsere Freude und Hoffnung. Zu ihm lasst uns beten:

Christus, höre uns.

Herr, du hast uns in deine Kirche berufen;

lass uns dich loben mit allen, die glauben.

Christus, höre uns.

Wir vertrauen auf dich,

lass uns nicht zuschanden werden.

Christus, höre uns.

Leite heute unsere Schritte;

gib, dass wir tun, was wahr und gerecht ist.

Christus, höre uns.

Bleibe bei uns, Herr;

denn ohne dich können wir nichts tun.

Christus, höre uns.

VATER UNSER

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Herr und Gott, schenk uns den Reichtum deiner Gnade und lenke unsere Schritte auf dem Weg deiner Gebote, damit wir schon in diesem Leben Trost und Frieden finden und einst die ewige Freude erlangen.

ABSCHLUSS

V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.

TERZ

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm 119.161, 161–168 XXI

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, 
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung 
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, 
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob 
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; 
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe 
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, 
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; 
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Ant.

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

Psalm 133

Seht doch, wie gut und schön ist es, 
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, 
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, 
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, 
der auf den Berg Zion niederfällt. 
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Ant.

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Psalm 140, 2–9.13–14

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, 
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen 
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, 
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, 
Böse spannen ein Netz aus, 
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. 
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, 
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, 
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, 
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; 
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Ant.

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Kurzlesung

Röm 12,17a.19b–21

Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. Vielmehr: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!

V: Die Huld des Herrn währt immer und ewig.
Für alle, die seinen Bund bewahren.

Oration

Herr Jesus Christus, um die dritte Stunde wurdest du zur Kreuzigung geführt für das Heil der Welt. Wir bitten dich, vergib, was wir Böses getan haben und bewahre uns vor neuer Schuld.

SEXT

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm 119.161, 161–168 XXI

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, 
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung 
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, 
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob 
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; 
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe 
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, 
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; 
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Ant.

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

Psalm 133

Seht doch, wie gut und schön ist es, 
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, 
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, 
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, 
der auf den Berg Zion niederfällt. 
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Ant.

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Psalm 140, 2–9.13–14

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, 
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen 
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, 
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, 
Böse spannen ein Netz aus, 
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. 
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, 
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, 
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, 
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; 
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Ant.

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Kurzlesung

1 Joh 3,16

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.

V: Danket dem Herrn, denn er ist gütig.
Denn seine Huld währt ewig.

Oration

Herr Jesus Christus, um die sechste Stunde kam Finsternis über die ganze Welt, als du unschuldig das Kreuz bestiegst, um uns von unserer Schuld zu erlösen. Erleuchte unsere Dunkelheit, damit wir zum ewigen Leben finden in deinem Licht.

NON

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.

Hymnus

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm 119.161, 161–168 XXI

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, 
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung 
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, 
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob 
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; 
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe 
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, 
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; 
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Ant.

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

Psalm 133

Seht doch, wie gut und schön ist es, 
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, 
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, 
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, 
der auf den Berg Zion niederfällt. 
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Ant.

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Psalm 140, 2–9.13–14

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, 
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen 
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, 
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, 
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, 
Böse spannen ein Netz aus, 
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. 
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, 
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, 
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, 
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; 
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Ant.

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

Kurzlesung

1 Joh 4,9–11

Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

V: Sieh her, o Gott, du, unser Beschützer.
Schau auf das Antlitz deines Gesalbten.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein.

VESPER

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Christus, du bist der helle Tag,
dein Glanz durchbricht die dunkle Nacht,
Du Gott des Lichtes kündest uns
das Licht, das wahrhaft selig macht.

Gib, dass nichts Arges uns bedrängt,
der böse Feind uns nicht verführt,
und lass nicht zu, dass Geist und Leib
vor deinem Auge schuldig wird.

Sei deiner Diener eingedenk,
die du mit deinem Blut erkauft.
Stärk uns durch deines Leidens Kraft;
wir sind auf deinen Tod getauft.

Aus ganzem Herzen preisen wir
dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,
der mit dem Vater und dem Geist
uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

Psalm 145.4, 1–13b

Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger. (Offb 16,5)

Gottes Größe und Güte

Ich will dich rühmen, mein Gott und König, 
und deinen Namen preisen immer und ewig;

Ich will dich preisen Tag für Tag 
und deinen Namen loben immer und ewig.

Groß ist der Herr und hoch zu loben, 
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke 
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.

Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden; 
ich will deine Wunder besingen.

Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten; 
ich will von deinen großen Taten berichten.

Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken 
und über deine Gerechtigkeit jubeln.

Der Herr ist gnädig und barmherzig, 
langmütig und reich an Gnade.

Der Herr ist gütig zu allen, 
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke 
und deine Frommen dich preisen.

Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, 
sollen sprechen von deiner Macht,

den Menschen deine machtvollen Taten verkünden 
und den herrlichen Glanz deines Königtums.

Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, 
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Ant.

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

2. Antiphon

Aller Augen warten auf dich, o Herr; nahe bist du allen, die zu dir rufen.

Psalm 145.3, 13c–21

Der Herr ist treu in all seinen Worten, 
voll Huld in all seinen Taten.

Der Herr stützt alle, die fallen, 
und richtet alle Gebeugten auf.

Aller Augen warten auf dich 
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.

Du öffnest deine Hand 
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, 
voll Huld in all seinen Werken.

Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, 
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er, 
er hört ihr Schreien und rettet sie.

Alle, die ihn lieben, behütet der Herr, 
doch alle Frevler vernichtet er.

Mein Mund verkünde das Lob des Herrn. 
Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen immer und ewig!

Ant.

Aller Augen warten auf dich, o Herr; nahe bist du allen, die zu dir rufen.

3. Antiphon

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

Canticum: Offb 15,3–4

Groß und wunderbar sind deine Taten, 
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!

Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, 
du König der Völker.

Wer wird dich nicht fürchten, Herr, 
wer wird deinen Namen nicht preisen?

Denn du allein bist heilig: 
Alle Völker kommen und beten dich an; 
denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.

Ant.

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

Kurzlesung

Röm 8,1–2

Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus, hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.

Der Sünden wegen ist Christus gestorben, * um uns zu Gott zu führen. –⁠
V: Getötet wurde er dem Fleische nach, dem Geiste nach aber zum Leben erweckt. * Um uns zu Gott zu führen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –⁠

Magnificat

Denke, Herr, an dein Erbarmen, das du unseren Vätern verheißen hast.

Meine Seele + preist die Größe des Herrn, 
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; 
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron 
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, 
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Fürbitten

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der Hoffnung aller, die zu ihm aufschauen:

Herr, erbarme dich unser.

Du hast das schwere Kreuz auf dich genommen;

stärke alle, die schwer tragen an der Last des Lebens.

Du bist unter dem Kreuz zusammengebrochen;

richte die auf, die nicht mehr weiterkönnen.

Du hast den Spott der Menge erduldet;

verzeih denen, die andere verachten und beschimpfen.

Du hast dem reumütigen Schächer das Paradies verheißen;

wende dich den Sündern zu, damit sie sich zu dir bekehren.

Du hast dein Leben in die Hände des Vaters zurückgegeben;

nimm unsere Verstorbenen auf in deine Herrlichkeit.

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der Hoffnung aller, die zu ihm aufschauen:

Herr, erbarme dich unser.

Du hast das schwere Kreuz auf dich genommen;

stärke alle, die schwer tragen an der Last des Lebens.

Herr, erbarme dich unser.

Du bist unter dem Kreuz zusammengebrochen;

richte die auf, die nicht mehr weiterkönnen.

Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Spott der Menge erduldet;

verzeih denen, die andere verachten und beschimpfen.

Herr, erbarme dich unser.

Du hast dem reumütigen Schächer das Paradies verheißen;

wende dich den Sündern zu, damit sie sich zu dir bekehren.

Herr, erbarme dich unser.

Du hast dein Leben in die Hände des Vaters zurückgegeben;

nimm unsere Verstorbenen auf in deine Herrlichkeit.

Herr, erbarme dich unser.

Oration

Allmächtiger Gott, so sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen einzigen Sohn dahingabst für das Heil der Welt. Schenke deiner Kirche die Bereitschaft, sich dir als lebendiges Opfer zu weihen, damit sie ganz erfüllt werde von deiner Liebe.

KOMPLET

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

SCHULDBEKENNTNIS

V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.

R: Amen.

Hymnus

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Psalm 88

Herr, du Gott meines Heils, 
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Lass mein Gebet zu dir dringen, 
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, 
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, 
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft 
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, 
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, 
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, 
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, 
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; 
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Mein Auge wird trübe vor Elend. 
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; 
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, 
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, 
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, 
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, 
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, 
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, 
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, 
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser 
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; 
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Ant.

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Kurzlesung

Jer 14,9b

Du bist in unsrer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht, Herr, unser Gott!

Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Dar­um sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit gan­zem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.

Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.

Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. –⁠
V: Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –⁠

Nunc dimittis

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, 
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, 
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Oration

Allmächtiger Gott, wir haben heute das Geheimnis der Auferstehung unseres Herrn gefeiert. Am Abend rufen wir zu dir: Bewahre uns in dieser Nacht vor allem Bösen. Lass uns in deinem Frieden ruhen und morgen den neuen Tag mit deinem Lob beginnen.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.