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Sunday up: Leslie Mandoki

Der gebürtige Ungar Leslie Mandoki kam über seinen Erfolg als Studiomusiker zur Erfolgsband ‘Dschingis Khan’. Seine eigene Produktionsfirma gibt ihm heute die Möglichkeit, Musik zu produzieren, wie er sie sich vorstellt.

Musik, Diskutieren und Kochen, das sind die drei großen Leidenschaften von Leslie Mandoki, dem ehemaligen ‘Dschinghis Khan’- Sänger. Der gebürtige Ungar kann bereits auf eine beachtliche Musikkarriere zurückblicken: Bis 2002 hat er 139 goldene, 29 platinbestückte Schallplatten und 26 Grammys für seine Arbeit erhalten. Bereits in den 70ern engagierte er sich in der ungarischen Studentenopposition und spielte als Drummer und Bandleader in seiner Jazz-Rock Formation ‘JAM’, mit der er zum Star der Budapester Szene aufstieg. Staatliche Repressionen zwangen ihn 1975 zur Flucht. Seine Suche nach einer neuen Heimat führte ihn nach München. Hier schlug er sich erst als Drummer in diversen Tanzcafes durch bis er sich einen Namen als Studiomusiker erarbeitet hatte. Berühmt wurde er als Sänger der Band ‘Dschinghis Khan’. Deren Musikrichtung stimmte zwar kaum mit seiner eigenen musikalischen Vision überein, ließ sich aber sehr gut verkaufen. Noch heute sind ‘Moskau’ und ‘Dschinghis Khan’, die beiden großen Hits der Gruppe, Stimmungsmacher auf jeder Party. Wirklich zufrieden war er in dieser Zeit nicht, sagt er rückblickend in ‘Starccato’, aber wenigstens hat er dabei eine Menge gelernt. Der Erfolg ermöglichte ihm Ende der 80er Jahre die Gründung der Park Studios am Starnberger See, wo er unter anderem Platten von Placido Domingo, Lionel Richie, Phil Collins, Peter Maffay und den No Angels produziert. Seine politische Vergangenheit führt ihn 1998 mit dem ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zusammen, unter dessen Schirmherrschaft das Album ‘Russian Memories’ entstand, ein Projekt für die Jugend in Europa. Für die Walt Disney Corporation arbeitete er an den deutschen Versionen der Zeichentrickfilme ‘Mulan’, ‘Tarzan’ und ‘Atlantis’. Neben all diesen Produktionen hatte Mandoki seine eigene Vorstellung von Musik aber noch nicht vergessen: Mit dem Projekt ‘MAN DOKI’ gelang es ihm endlich, seinen eigenen Geschmack weitab von ‘Dschingis Khan’ zu verwirklichen. Dafür überzeugte er viele Freunde und Größen aus dem Musikbusiness, darunter Peter Maffay, Chaka Khan, Joshua Kadison und Jack Bruce von ‘Cream’, und das Wunder geschah: Ihr Album ‘People in Room No.8’ ging 1997 steil in die Charts, das zweite Album ‘Soulmates’ war nicht weniger erfolgreich. Endlich ist Mandoki musikalisch dort angekommen, wo er immer hin wollte. Bei ‘Sunday Up’ erzählt Leslie Mandoki von diesen Erfahrungen, er spricht über Musik und die nötige Demut vor ihr. Während einer Kanufahrt über den Starnberger See erklärt er, dass er Kraft und Ruhe am besten in der inspirierenden Atmosphäre der Natur findet. Einen freien Sonntag verbringt er daher am liebsten mit seiner Familie und seinen Freunden am See. Anschließend gewährt er einen Einblick in sein Studio und verrät, welche Bedeutung seine Familie für ihn hat.