Video: © katholisch.de
Video   00:08:25

Ordensgründer: Benedikt von Nursia

Ora et labora. Gemeinsam Beten und gemeinsam Arbeiten. Der Heilige Benedikt von Nursia war überzeugt: Christsein verwirklicht sich nicht alleine, sondern nur in Gemeinschaft. Ein Porträt des Gründers der Benediktiner.

Benedikt wurde um 480 in Nursia, in Umbrien geboren († 21. März 547 auf dem Monte Cassino, Italien). Seine Zwillingsschwester war Scholastika von Nursia und wird traditionell als erste Benediktinerin betrachtet.

Nach seiner Schulzeit verließ Benedikt sein Elternhaus, um in Rom zu studieren. Das dekadente Leben in Rom stieß ihn jedoch ab und er begann ein Leben als Eremit. In der Einsamkeit muss ihm klar geworden sein, dass das Christentum ein Leben in Gemeinschaft bedeutet. Gemeinsames Leben, Speisen, Arbeiten und Beten. Benedikt war überzeugt: Christsein verwirklicht sich nicht alleine, sondern nur in Gemeinschaft. Daraufhin fand er eine Gemeinschaft und wurde mit Anfang 20 – gegen seinen Willen – zum Abt gewählt, da sein Vorgänger verstorben war. Unerfahren wie er zu dieser Zeit war, versuchte er konsequent die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen, doch dies führte dazu, dass die Mitbrüder ihn versuchten zu vergiften. Dadurch lernte der junge Benedikt, dass Radikalität nicht der Weg zum Ziel ist. Entschiedenheit ja, aber mit Maß, war fortan sein Gebot.

529 errichtete er mit seinen Gefährten ein Kloster auf dem Monte Cassino, ca. 140 Kilometer südlich von Rom. Für seine dortige Gemeinschaft verfasste er die "Regula Benedicti". Diese Regel hat dem abendländischen Mönchtum seine Struktur gegeben und ist bis heute noch Basis für das Leben in christlichen Klöstern und Gemeinschaften.