Kalenderblatt

Heinrich und Kunigunde

Jede Stadt hat ihre ganz eigenen Helden. In Bamberg ist es gleich ein Kaiserpaar: Heinrich II. (um 973-1024) und Kunigunde (um 980-1033). Heinrich entstammte einer bayerischen Nebenlinie der Ottonen und musste viele Widerstände überwinden, bis ihn Papst Benedikt VIII. 1014 in Rom zum Kaiser krönte. Anders als frühere römisch-deutsche Königinnen wurde Kunigunde ebenfalls eigens gekrönt und beanspruchte somit auch politischen Einfluss. Um das Reich zu stabilisieren, nahm Heinrich an Feldzügen teil – während seiner Abwesenheit übernahm die gebildete Kunigunde die Regierungsgeschäfte. Schließlich beschloss das Kaiserpaar, in Bamberg ein Bistum zu errichten, um das Obermain-Gebiet neu zu ordnen und die Slawen-Mission zu stärken. Bis zur Bistumsgründung war die Stadt persönliches Hochzeitsgeschenk für die Kaiserin gewesen. Die beiden begannen mit dem Bau des Bamberger Domes und ließen der Kathedrale zahlreiche Schenkungen zukommen. Im 11. Jahrhundert setzte eine starke Verehrung für das Kaiserpaar ein und ihre kinderlose Ehe wurde – ganz nach mittelalterlichem Geschmack  – zu einer enthaltsamen "Josephsehe" verklärt. Noch im Zweiten Weltkrieg schrieben fromme Bamberger die weitgehende Verschonung ihrer Stadt vor Bombardement dem als Kunigundes Witwenschleier gedeuteten Nebel zu.

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,

übe Nachsicht mit unserer Schwäche,
und damit wir imstande sind,
den Kampf mit den Mächten des Bösen zu bestehen,
strecke deine Hand aus und schütze uns.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jes 6,1-8)

Ich bin ein Mann unreiner Lippen und meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen

Im Todesjahr des Königs Usíja, da sah ich
   den Herrn auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen
und die Säume seines Gewandes füllten den Tempel aus.
Sérafim standen über ihm.
Sechs Flügel hatte jeder:
   Mit zwei Flügeln bedeckte er sein Gesicht,
   mit zwei bedeckte er seine Füße
   und mit zwei flog er.
Und einer rief dem anderen zu und sagte:

   Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen.
   Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit.

Und es erbebten die Türzapfen in den Schwellen
   vor der Stimme des Rufenden
und das Haus füllte sich mit Rauch.

Da sagte ich: Weh mir, denn ich bin verloren.
Denn ein Mann unreiner Lippen bin ich
und mitten in einem Volk unreiner Lippen wohne ich,
denn den König, den HERRN der Heerscharen,
   haben meine Augen gesehen.

Da flog einer der Sérafim zu mir
und in seiner Hand war eine glühende Kohle,
   die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.
Er berührte damit meinen Mund
und sagte:
   Siehe, dies hat deine Lippen berührt,
so ist deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt.

Da hörte ich die Stimme des Herrn,
   der sagte: Wen soll ich senden?
Wer wird für uns gehen?
Ich sagte: Hier bin ich,
sende mich!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 93 (92),1.2-3.4-5 (R: 1a))

Kv Der HERR ist König. - Kv

Der HERR ist König, bekleidet mit Hoheit; *
der HERR hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet.
Ja, der Erdkreis ist fest gegründet, *
nie wird er wanken. - (Kv)

Dein Thron steht fest von Anbeginn, *
du bist seit Ewigkeit.
Fluten erhoben, HERR, /
Fluten erhoben ihr Tosen, *
Fluten erheben ihr Brausen. - (Kv)

Mehr als das Tosen vieler Wasser, /
gewaltiger als die Brandung des Meeres *
ist gewaltig der HERR in der Höhe.
Deine Gesetze sind fest und verlässlich; /
deinem Haus gebührt Heiligkeit, *
HERR, für alle Zeiten. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 10,24-33)

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten!

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
Ein Jünger steht nicht über seinem Meister
und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
Der Jünger muss sich damit begnügen,
   dass es ihm geht wie seinem Meister,
und der Sklave,
   dass es ihm geht wie seinem Herrn.
Wenn man schon den Herrn des Hauses Beélzebul nennt,
   dann erst recht seine Hausgenossen.

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen!
Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,
und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage,
   davon redet im Licht,
und was man euch ins Ohr flüstert,
   das verkündet auf den Dächern!

Fürchtet euch nicht vor denen,
   die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können,
sondern fürchtet euch eher vor dem,
   der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!

Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?
Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde
   ohne den Willen eures Vaters.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht!
Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt,
   zu dem werde auch ich mich
   vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet,
   den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Sei gegrüßt, die den König gebar, du heilige Mutter,
ihn, der Himmel und Erde erhält im Wandel der Zeiten,
dessen Walten das All umfasst mit ewigem Kreise, dessen Reich ohne Ende besteht:
Dein seliger Leib hat Freuden der Mutter gepaart mit reiner Ehre der Jungfrau,
dir, der keine je glich, wird keine fürderhin gleichen,
denn vor allen Frauen erwählte dich, Einzige, Christus.

PSALMODIE

1. Antiphon

Am Morgen verkünden wir, Herr, deine Huld und in den Nächten deine Treue.

Psalm Ps 92 (91),2-16

Schön ist es, dem Herrn zu danken
Wir singen Lob wegen der Taten des Eingeborenen. (Athanasius)

Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, *
deinem Namen, du Höchster, zu singen,

am Morgen deine Huld zu verkünden *
und in den Nächten deine Treue

zur zehnsaitigen Laute, zur Harfe, *
zum Klang der Zither.

Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; *
Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.

Wie groß sind deine Werke, o Herr, *
wie tief deine Gedanken!

Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, *
ein Tor kann es nicht verstehen.

Wenn auch die Frevler gedeihen +
und alle, die Unrecht tun, wachsen, *
so nur, damit du sie für immer vernichtest.

Herr, du bist der Höchste, *
du bleibst auf ewig.

Doch deine Feinde, Herr, wahrhaftig, deine Feinde vergehen; *
auseinander getrieben werden alle, die Unrecht tun.

Du machtest mich stark wie einen Stier, *
du salbtest mich mit frischem Öl.

Mein Auge blickt herab auf meine Verfolger, +
auf alle, die sich gegen mich erheben; *
mein Ohr hört vom Geschick der Bösen.

Der Gerechte gedeiht wie die Palme, *
er wächst wie die Zedern des Libanon.

Gepflanzt im Hause des Herrn, *
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.

Sie tragen Frucht noch im Alter *
und bleiben voll Saft und Frische;

sie verkünden: Gerecht ist der Herr; *
mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.

Antiphon

Am Morgen verkünden wir, Herr, deine Huld und in den Nächten deine Treue.

2. Antiphon

Preist die Größe unseres Gottes; denn er ist treu und gerecht.

Canticum Dtn 32,1-7.9-12

Die Wohltaten Gottes
Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Jungen unter ihren Flügeln sammelt. (Mt 23,37)

Hört zu, ihr Himmel, ich will reden, *
die Erde lausche meinen Worten!

Meine Lehre wird strömen wie Regen, *
meine Botschaft wird fallen wie Tau,

wie Regentropfen auf das Gras *
und wie Tauperlen auf die Pflanzen.

Ich will den Namen des Herrn verkünden; *
preist die Größe unseres Gottes!

Er heißt: Der Fels. +
Vollkommen ist, was er tut; *
denn alle seine Wege sind recht.

Er ist ein unbeirrbar treuer Gott, *
er ist gerecht und gerade.

Ein falsches, verdrehtes Geschlecht fiel von ihm ab, *
Verkrüppelte, die nicht mehr seine Söhne sind.

Ist das euer Dank an den Herrn, *
du dummes, verblendetes Volk?

Ist er nicht dein Vater, dein Schöpfer? *
Hat er dich nicht geformt und hingestellt?

Denk an die Tage der Vergangenheit, *
lerne aus den Jahren der Geschichte.

Frag deinen Vater, er wird es dir erzählen, *
frag die Alten, sie werden es dir sagen.

Der Herr nahm sich sein Volk als Anteil, *
Jakob wurde sein Erbland.

Er fand ihn in der Steppe, *
in der Wüste, wo wildes Getier heult.

Er hüllte ihn ein, gab auf ihn acht *
und hütete ihn wie seinen Augenstern,

wie der Adler, der sein Nest beschützt *
und über seinen Jungen schwebt,

der seine Schwingen ausbreitet, ein Junges ergreift *
und es flügelschlagend davonträgt.

Der Herr allein hat Jakob geleitet, *
kein fremder Gott stand ihm zur Seite.

Antiphon

Preist die Größe unseres Gottes; denn er ist treu und gerecht.

3. Antiphon

Wie gewaltig ist dein Name, o Herr, auf der ganzen Erde!

Psalm Ps 8,2-10

Die Würde des Menschen
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. (Eph 1,22)

Herr, unser Herrscher, +
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; *
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, +
deinen Gegnern zum Trotz; *
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, *
Mond und Sterne, die du befestigt:

Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, *
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, *
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, *
hast ihm alles zu Füßen gelegt:

all die Schafe, Ziegen und Rinder *
und auch die wilden Tiere,

die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, *
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Herr, unser Herrscher, *
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

Antiphon

Wie gewaltig ist dein Name, o Herr, auf der ganzen Erde!

KURZLESUNG Röm 12,14-16a

Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht.
Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.
Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig.

RESPONSORIUM

R Jubeln soll dir, Herr, mein Mund, * dir will ich singen und spielen. - R
V Von deiner Gerechtigkeit soll meine Zunge reden. * Dir will ich singen und spielen.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Herr, lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Herr, lenke unsere Schritte auf den Weg des Friedens.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei unser Herr Jesus Christus. Zu ihm lasst uns beten:

R Christus, hilf uns.

Am Morgen dieses Tages gedenken wir deiner Auferstehung;
- schenke uns heute die Freude deiner Erlösten.

Hilf uns, dass wir von dir Zeugnis geben
- und mit dir den Vater loben.

Lass uns in jedem Menschen dein Bild erkennen;
- nimm unseren Dienst an den Brüdern entgegen.

Du bist der wahre Weinstock, und wir sind die Rebzweige;
- gib, dass wir in dir bleiben und Frucht bringen.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Dich lobe, Herr, unser Mund, dich lobe unser Leben. Von dir kommt alles, was wir sind und haben. Sei gepriesen durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Psalm Ps 119,81-88

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, nach deiner Hilfe sehnt sich meine Seele; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deiner Verheißung, *
sie fragen: Wann wirst du mich trösten?

Ich bin wie ein Schlauch voller Risse, *
doch deine Gesetze habe ich nicht vergessen.

Wie viele Tage noch bleiben deinem Knecht? *
Wann wirst du meine Verfolger richten?

Stolze stellen mir Fallen, *
sie handeln nicht nach deiner Weisung.

Zuverlässig sind all deine Gebote. *
Zu Unrecht verfolgt man mich. Komm mir zu Hilfe!

Fast hätte man mich von der Erde ausgetilgt; *
dennoch halte ich fest an deinen Befehlen.

In deiner großen Huld lass mich leben, *
und ich will beachten, was dein Mund mir gebietet.

Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

2. Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

II

Gott, höre mein Flehen, *
achte auf mein Beten!

Vom Ende der Erde rufe ich zu dir; +
denn mein Herz ist verzagt. *
Führe mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist!

Du bist meine Zuflucht, *
ein fester Turm gegen die Feinde.

In deinem Zelt möchte ich Gast sein auf ewig, *
mich bergen im Schutz deiner Flügel.

Denn du, o Gott, hast meine Gelübde gehört *
und denen das Erbe gegeben, die deinen Namen fürchten.

Füge den Tagen des Königs noch viele hinzu! *
Seine Jahre mögen dauern von Geschlecht zu Geschlecht.

Er throne ewig vor Gottes Angesicht. *
Huld und Treue mögen ihn behüten.

Dann will ich allzeit deinem Namen singen und spielen *
und Tag für Tag meine Gelübde erfüllen.

Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

3. Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

III

Höre, o Gott, mein lautes Klagen, *
schütze mein Leben vor dem Schrecken des Feindes!

Verbirg mich vor der Schar der Bösen, *
vor dem Toben derer, die Unrecht tun.

Sie schärfen ihre Zunge wie ein Schwert, *
schießen giftige Worte wie Pfeile,

um den Schuldlosen von ihrem Versteck aus zu treffen. *
Sie schießen auf ihn, plötzlich und ohne Scheu.

Sie sind fest entschlossen zu bösem Tun. *
Sie planen, Fallen zu stellen, und sagen: Wer sieht uns schon?

Sie haben Bosheit im Sinn, *
doch halten sie ihre Pläne geheim.

Ihr Inneres ist heillos verdorben, *
ihr Herz ist ein Abgrund.

Da trifft sie Gott mit seinem Pfeil; *
sie werden jählings verwundet.

Ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall. *
Alle, die es sehen, schütteln den Kopf.

Dann fürchten sich alle Menschen; +
sie verkünden Gottes Taten *
und bedenken sein Wirken.

Der Gerechte freut sich am Herrn und sucht bei ihm Zuflucht. *
Und es rühmen sich alle Menschen mit redlichem Herzen.

Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

KURZLESUNG Dtn 8,5b-6

Der Herr, dein Gott, erzieht dich, wie ein Vater seinen Sohn erzieht.
Du sollst auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, achten, auf seinen Wegen gehen und ihn fürchten.

RESPONSORIUM

V Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer.
R Die Entscheide des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle.

Oration

Gott, allmächtiger Vater, du unser Herr, wir neigen uns vor dir. Sende uns das Licht des Heiligen Geistes, damit wir sicher sind vor jedem Feind und in der Freude des Herzens dir unser Lob weihen, heute und alle Tage. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Psalm Ps 119,81-88

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, nach deiner Hilfe sehnt sich meine Seele; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deiner Verheißung, *
sie fragen: Wann wirst du mich trösten?

Ich bin wie ein Schlauch voller Risse, *
doch deine Gesetze habe ich nicht vergessen.

Wie viele Tage noch bleiben deinem Knecht? *
Wann wirst du meine Verfolger richten?

Stolze stellen mir Fallen, *
sie handeln nicht nach deiner Weisung.

Zuverlässig sind all deine Gebote. *
Zu Unrecht verfolgt man mich. Komm mir zu Hilfe!

Fast hätte man mich von der Erde ausgetilgt; *
dennoch halte ich fest an deinen Befehlen.

In deiner großen Huld lass mich leben, *
und ich will beachten, was dein Mund mir gebietet.

Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

2. Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

II

Gott, höre mein Flehen, *
achte auf mein Beten!

Vom Ende der Erde rufe ich zu dir; +
denn mein Herz ist verzagt. *
Führe mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist!

Du bist meine Zuflucht, *
ein fester Turm gegen die Feinde.

In deinem Zelt möchte ich Gast sein auf ewig, *
mich bergen im Schutz deiner Flügel.

Denn du, o Gott, hast meine Gelübde gehört *
und denen das Erbe gegeben, die deinen Namen fürchten.

Füge den Tagen des Königs noch viele hinzu! *
Seine Jahre mögen dauern von Geschlecht zu Geschlecht.

Er throne ewig vor Gottes Angesicht. *
Huld und Treue mögen ihn behüten.

Dann will ich allzeit deinem Namen singen und spielen *
und Tag für Tag meine Gelübde erfüllen.

Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

3. Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

III

Höre, o Gott, mein lautes Klagen, *
schütze mein Leben vor dem Schrecken des Feindes!

Verbirg mich vor der Schar der Bösen, *
vor dem Toben derer, die Unrecht tun.

Sie schärfen ihre Zunge wie ein Schwert, *
schießen giftige Worte wie Pfeile,

um den Schuldlosen von ihrem Versteck aus zu treffen. *
Sie schießen auf ihn, plötzlich und ohne Scheu.

Sie sind fest entschlossen zu bösem Tun. *
Sie planen, Fallen zu stellen, und sagen: Wer sieht uns schon?

Sie haben Bosheit im Sinn, *
doch halten sie ihre Pläne geheim.

Ihr Inneres ist heillos verdorben, *
ihr Herz ist ein Abgrund.

Da trifft sie Gott mit seinem Pfeil; *
sie werden jählings verwundet.

Ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall. *
Alle, die es sehen, schütteln den Kopf.

Dann fürchten sich alle Menschen; +
sie verkünden Gottes Taten *
und bedenken sein Wirken.

Der Gerechte freut sich am Herrn und sucht bei ihm Zuflucht. *
Und es rühmen sich alle Menschen mit redlichem Herzen.

Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

KURZLESUNG 1 Kön 2,2b-3

Sei stark und mannhaft!
Erfülle deine Pflicht gegen den Herrn, deinen Gott: Geh auf seinen Wegen und befolge alle Gebote, Befehle, Satzungen und Anordnungen, die im Gesetz des Mose niedergeschrieben sind. Dann wirst du Erfolg haben bei allem, was du tust, und in allem, was du unternimmst.

RESPONSORIUM

V Herr, führe mich auf dem Pfade deiner Gebote.
R An ihm habe ich Gefallen.

Oration

Herr, du Feuer ewiger Liebe, entzünde unser Herz mit deiner Glut, damit wir dich über alles lieben und aus Liebe zu dir auch unsere Brüder. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Psalm Ps 119,81-88

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, nach deiner Hilfe sehnt sich meine Seele; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deiner Verheißung, *
sie fragen: Wann wirst du mich trösten?

Ich bin wie ein Schlauch voller Risse, *
doch deine Gesetze habe ich nicht vergessen.

Wie viele Tage noch bleiben deinem Knecht? *
Wann wirst du meine Verfolger richten?

Stolze stellen mir Fallen, *
sie handeln nicht nach deiner Weisung.

Zuverlässig sind all deine Gebote. *
Zu Unrecht verfolgt man mich. Komm mir zu Hilfe!

Fast hätte man mich von der Erde ausgetilgt; *
dennoch halte ich fest an deinen Befehlen.

In deiner großen Huld lass mich leben, *
und ich will beachten, was dein Mund mir gebietet.

Antiphon

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

2. Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

II

Gott, höre mein Flehen, *
achte auf mein Beten!

Vom Ende der Erde rufe ich zu dir; +
denn mein Herz ist verzagt. *
Führe mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist!

Du bist meine Zuflucht, *
ein fester Turm gegen die Feinde.

In deinem Zelt möchte ich Gast sein auf ewig, *
mich bergen im Schutz deiner Flügel.

Denn du, o Gott, hast meine Gelübde gehört *
und denen das Erbe gegeben, die deinen Namen fürchten.

Füge den Tagen des Königs noch viele hinzu! *
Seine Jahre mögen dauern von Geschlecht zu Geschlecht.

Er throne ewig vor Gottes Angesicht. *
Huld und Treue mögen ihn behüten.

Dann will ich allzeit deinem Namen singen und spielen *
und Tag für Tag meine Gelübde erfüllen.

Antiphon

Du bist meine Zuflucht, Herr, ein fester Turm gegen die Feinde.

3. Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

III

Höre, o Gott, mein lautes Klagen, *
schütze mein Leben vor dem Schrecken des Feindes!

Verbirg mich vor der Schar der Bösen, *
vor dem Toben derer, die Unrecht tun.

Sie schärfen ihre Zunge wie ein Schwert, *
schießen giftige Worte wie Pfeile,

um den Schuldlosen von ihrem Versteck aus zu treffen. *
Sie schießen auf ihn, plötzlich und ohne Scheu.

Sie sind fest entschlossen zu bösem Tun. *
Sie planen, Fallen zu stellen, und sagen: Wer sieht uns schon?

Sie haben Bosheit im Sinn, *
doch halten sie ihre Pläne geheim.

Ihr Inneres ist heillos verdorben, *
ihr Herz ist ein Abgrund.

Da trifft sie Gott mit seinem Pfeil; *
sie werden jählings verwundet.

Ihre eigene Zunge bringt sie zu Fall. *
Alle, die es sehen, schütteln den Kopf.

Dann fürchten sich alle Menschen; +
sie verkünden Gottes Taten *
und bedenken sein Wirken.

Der Gerechte freut sich am Herrn und sucht bei ihm Zuflucht. *
Und es rühmen sich alle Menschen mit redlichem Herzen.

Antiphon

Vor den Schrecken des Feindes schütze mein Leben, o Herr.

KURZLESUNG Jer 6,16

Stellt euch an die Wege und haltet Ausschau, fragt nach den Pfaden der Vorzeit, fragt, wo der Weg zum Guten liegt; geht auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele!

RESPONSORIUM

V Deine Vorschriften sind mein Erbteil auf ewig.
R Sie erfreuen mein Herz.

Oration

Herr, unser Gott, höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria und erfülle unsere Sehnsucht nach Frieden, damit wir alle Tage unseres Lebens frei sind für den Dienst vor deinem Angesicht und ohne Gefährdung zu dir gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Der Glanz verfällt, die Zeit flieht hin,
das Tagwerk zehrt an unsrer Kraft.
Herr, Gott, an den kein Abend rührt,
nimm uns Erschöpfte liebreich auf.

Wir gehn dahin wie Tag und Traum;
kein Wunsch hält unser Leben fest.
Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns,
wenn unser kleines Licht erlischt.

Gewähr uns dies, o guter Gott,
du Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei gelobt der Name des Herrn. Halleluja.

1. Antiphon

Psalm Ps 113 (112),1-9

Der Name des Herrn sei gepriesen
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. (Lk 1,52)

Lobet, ihr Knechte des Herrn, *
lobt den Namen des Herrn!

Der Name des Herrn sei gepriesen *
von nun an bis in Ewigkeit!

Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang *
sei der Name des Herrn gelobt!

Der Herr ist erhaben über alle Völker, *
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.

Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott, *
im Himmel und auf Erden,

ihm, der in der Höhe thront, *
der hinabschaut in die Tiefe,

der den Schwachen aus dem Staub emporhebt *
und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?

Er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, *
bei den Edlen seines Volkes.

Die Frau, die kinderlos war, lässt er im Hause wohnen; *
sie wird Mutter und freut sich an ihren Kindern.

Antiphon

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang sei gelobt der Name des Herrn. Halleluja.

2. Antiphon

Ich will den Kelch des Heiles erheben und anrufen den Namen des Herrn. Halleluja.

Psalm Ps 116 (115),10-19

Lied zum Dankopfer
Durch ihn lasst uns Gott allezeit das Opfer des Lobes darbringen. (Hebr 13,15)

Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte: *
Ich bin so tief gebeugt.

In meiner Bestürzung sagte ich: *
Die Menschen lügen alle.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, *
was er mir Gutes getan hat?

Ich will den Kelch des Heils erheben *
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *
offen vor seinem ganzen Volk.

Kostbar ist in den Augen des Herrn *
das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, +
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. *
Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen *
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *
offen vor seinem ganzen Volk,

in den Vorhöfen am Haus des Herrn, *
in deiner Mitte, Jerusalem.

Ich will den Kelch des Heiles erheben und anrufen den Namen des Herrn. Halleluja.

Antiphon

Ich will den Kelch des Heiles erheben und anrufen den Namen des Herrn. Halleluja.

3. Antiphon

Jesus, der Herr hat sich selbst erniedrigt; darum hat Gott ihn erhöht in Ewigkeit. Halleluja.

Canticum Phil 2,6-11

Christus, der Gottesknecht

Christus Jesus war Gott gleich, *
hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,

sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave *
und den Menschen gleich.

Sein Leben war das eines Menschen; +
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, *
bis zum Tod am Kreuze.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht *
und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde *
ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu

und jeder Mund bekennt: +
"Jesus Christus ist der Herr" - *
zur Ehre Gottes, des Vaters.

Antiphon

Jesus, der Herr hat sich selbst erniedrigt; darum hat Gott ihn erhöht in Ewigkeit. Halleluja.

KURZLESUNG Hebr 13,20-21

Der Gott des Friedens, der Jesus, unseren Herrn, den erhabenen Hirten seiner Schafe, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes,
er mache euch tüchtig in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut. Er bewirke in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, dem die Ehre sei in alle Ewigkeit! Amen.

RESPONSORIUM

R Wie groß sind deine Werke, o Herr. * Mit Weisheit hast du sie alle geschaffen. - R
V Erfüllt ist die Erde von deinen Geschöpfen. * Mit Weisheit hast du sie alle geschaffen.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Gott, unserem Vater, der alle Menschen liebt:

R Herr, zeige uns dein Erbarmen.

Alles Gute kommt von dir;
- gib, dass alle Menschen dir danken.

Du lässt dein Wort in der ganzen Welt verkünden;
- stärke deine Boten mit der Kraft des Heiligen Geistes.

Du sprichst zu uns durch die Zeichen der Zeit;
- hilf, dass alle Christen mitbauen an einer menschenwürdigen Welt.

Du vermagst Seele und Leib zu heilen;
- richte die Kranken auf und stehe den Sterbenden bei.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du hast die Namen der Deinen in das Buch des Lebens geschrieben;
- nimm unsere Verstorbenen auf in die Schar der Heiligen.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du bist unser Ziel, du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit und führst sie auf den rechten Weg zurück. Gib allen, die sich Christen nennen, die Kraft, zu meiden, was diesem Namen widerspricht, und zu tun, was unserem Glauben entspricht. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.

Psalm Ps 4,2-9

Psalm Gebet am Abend
Wunderbar hat der Herr an ihm gehandelt, den er von den Toten auferweckte. (Augustinus)

Wenn ich rufe, erhöre mich, *
Gott, du mein Retter!

Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. *
Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!

Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, *
warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?

Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen; *
der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.

Ereifert ihr euch, so sündigt nicht! *
Bedenkt es auf eurem Lager und werdet stille!

Bringt rechte Opfer dar *
und vertraut auf den Herrn!

Viele sagen: «Wer lässt uns Gutes erleben?» *
Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!

Du legst mir größere Freude ins Herz, *
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.

In Frieden leg’ ich mich nieder und schlafe ein; *
denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.

Antiphon

Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.

KURZLESUNG Dtn 6,4-7

Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.
Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, bleibe bei uns in dieser Nacht, und wenn wir uns am Morgen erheben, dann lass uns in Freude der Auferstehung deines Sohnes gedenken, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

14. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: 2. Woche Bd. Im Jahreskreis

Samstag, 13. Juli 2024
28. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.