Der ehemalige Chefredakteur der KNA, Helmut S. Ruppert
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Sein letztes Buch handelte von Todesanzeigen

Ehemaliger KNA-Chefredakteur Ruppert gestorben

Der katholische Publizist Helmut S. Ruppert ist tot. Der ehemalige Chefredakteur der katholischen Nachrichtenagentur starb im Alter von 74 Jahren. Neun Jahre lang leitete er die kirchliche Agentur.

Bonn - 17.12.2018

Helmut S. Ruppert, langjähriger Chefredakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), ist am Sonntagabend im Alter von 74 Jahren verstorben. Wie die Familie am Montag mitteilte, starb er nach langer schwerer Krankheit in Bergisch Gladbach. Ruppert, der seine Frau und vier erwachsene Kinder sowie zwei Enkelkinder zurücklässt, war von 1996 bis 2005 Chefredakteur der in Bonn ansässigen Nachrichtenagentur. Zuvor arbeitete er als Kirchenfunkredakteur und stellvertretender Programmleiter der Deutschen Welle. Zu Beginn seiner journalistischen Laufbahn hatte Ruppert, der Theologie, Geschichte, Geografie und Pädagogik studierte, bereits von 1971 bis 1979 in der Bonner KNA-Zentrale gearbeitet.

Der Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten, Joachim Frank, würdigte Ruppert gegenüber katholisch.de als katholischen Publizisten im besten Sinne des Wortes: "gerade weil er seiner Kirche von Herzen verbunden war, hat er beherzt die journalistische Unabhängigkeit und die redaktionelle Freiheit auch kirchlicher Medien gegen alle Vereinnahmungsversuche verteidigt." Der Journalist sei ein "geistreicher und humorvoller Sachwalter journalistischer Qualität und Professionalität" gewesen. "Katholisch" sei er auch durch seine "hohe Aufmerksamkeit und Sensibilität für die Belange der Weltkirche und der Menschen besonders auf dem afrikanischen Kontinent" gewesen, so Frank weiter.

Der aus Engelskirchen im Bergischen Land stammende Journalist engagierte sich in zahlreichen Vereinigungen, unter anderem im Internationalen Exil-P.E.N., in der Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP), im Katholischen Pressebund und in der KNA-Promedia-Stiftung. Er war Autor mehrerer Bücher, darunter eines über die Mutter Teresa und eines über Papst Benedikt XVI. Sein letztes Werk veröffentlichte er 2008, es trug den Titel "Eingegangen in die ewigen Jagdgründe: Die Todesanzeige als Abbild der Zeit". Papst Benedikt XVI. verlieh ihm 2006 für seine publizistischen Verdienste den Gregorius-Orden. (fxn/KNA)