Erzbistum Bamberg vergrößert seine Seelsorgebereiche
Künftig 35 Einheiten mit Leitendem Priester und Verwaltungschef

Erzbistum Bamberg vergrößert seine Seelsorgebereiche

Im Erzbistum Bamberg steht eine Strukturreform an: Die Seelsorgebereiche werden größer - und weniger. Auch Laien sollen stärker in die Leitung eingebunden werden. Das kirchliche Leben solle nicht unter der Neuaufteilung leiden, betont Erzbischof Ludwig Schick.

Bamberg - 29.11.2018

Das Erzbistum Bamberg bildet bis zum Herbst kommenden Jahres deutlich größere Seelsorgebereiche. Dazu werden aus den derzeit 95 Einheiten 35 neue gebildet, wie das Erzbistum am Donnerstag mitteilte. In diesen Seelsorgebereichen sollen jedoch die eigenständigen Pfarreien und Kuratien sowie die entsprechenden Kirchenstiftungen zunächst unverändert erhalten bleiben. Neben den Leitenden Pfarrern werde es in jeder neuen Einheit auch einen hauptamtlichen Verwaltungsleiter geben, der die Seelsorger von Verwaltungsaufgaben entlaste, heißt es in der Mitteilung.

Koordinatoren begleiten den Übergang

In Zukunft sollen pastorale Teams mit einem Leitenden Pfarrer an der Spitze für die Seelsorgebereiche zuständig sein. Dabei gelte ein Stellenschlüssel von fünf pastoralen Mitarbeitenden pro 12.000 Katholiken auf dem Land, sagte ein Sprecher des Erzbistums auf Anfrage. In der Stadt beziehe sich diese Zahl auf 17.000 Katholiken. Insgesamt sind 226 Stellen für dann rund 690.000 Katholiken in den 35 Seelsorgebereichen vorgesehen. Schon vor zwei Jahren hatte das Erzbistum einen neuen Stellenplan beschlossen, bei dem von einem Rückgang des Personals in der Seelsorge um 22 Prozent bis 2022 ausgegangen wird.

Jeder neue Seelsorgebereich soll nun von einem Koordinator dabei unterstützt werden, die neuen Teams zu bilden und die Übergangsgremien zu koordinieren. Diese Tätigkeit ende mit der Ernennung des neuen Leitenden Pfarrers. Dann würden auch die neuen Seelsorgebereiche offiziell mit entsprechenden Dekreten in Kraft gesetzt. Ziel der Neuaufteilung müsse der Erhalt einer ansprechenden Verkündigung, lebensdienlicher Gottesdienste, eines froh machenden Gemeinschaftslebens und einer guten Caritas sein, sagte Erzbischof Ludwig Schick. (KNA)