Alois Schwarz, Bischof von Gurk-Klagenfurt, während einer Messe am 8. März 2018 in Sarajevo.
Weitere Ermittlungen gegen St. Pöltener Oberhirten laufen noch

Keine Korruptions-Anklage gegen Bischof Schwarz

Bischof Alois Schwarz steht wegen seiner Amtsführung im Bistum Gurk-Klagenfurt schon lange in der Kritik. Nun hat die Staatsanwaltschaft entschieden, dass es wegen Einladungen zur Jagd nicht zu einem Prozess kommt. Ermittlungen in anderen Fällen laufen jedoch weiter.

St. Pölten - 12.06.2019

Die österreichische Korruptionsstaatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht gegen den St. Pöltner Bischof Alois Schwarz wegen Einladungen zur Jagd an Politiker. Daher werde es auch keine Anklage geben. Das berichtete die österreichische Tageszeitung "Die Presse" am Mittwochnachmittag. Ein entsprechendes Schreiben sei jüngst beim Anwalt des St. Pöltner Bischofs eingegangen. Diözesansprecherin Katharina Brandner bestätigte gegenüber der "Presse" den Erhalt und den Inhalt des Schreibens.

Gegen Schwarz waren Vorwürfe im Zusammenhang mit dessen Einladungen zur Jagd auf das bischöfliche Mensalgut Gurk-Klagenfurt erhoben worden. Er hatte diese als Kärntner Bischof, der er bis 2018 war, an Politiker und Wirtschaftstreibende adressiert.

Laufende Ermittlungen gibt es den Angaben zufolge noch wegen möglicher Untreue beziehungsweise hinsichtliche eines möglichen Finanzvergehens im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Wohnung. Bischof Schwarz blicke jedoch auch dem Ausgang dieser Ermittlungen zuversichtlich entgegen und kooperiere eng mit den Behörden, sagte Brandner der österreichischen Nachrichtenagentur "Kathpress". (KNA)