Ordensfrauen verpflichten sich zu Tempolimit auf Autobahnen
Erlöserschwestern wollen Zeichen setzen

Ordensfrauen verpflichten sich zu Tempolimit auf Autobahnen

Noch existiert auf deutschen Autobahnen kein Tempolimit. Die Würzburger Erlöserschwestern nehmen die Sache daher selbst in die Hand und verordnen sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das hat es damit auf sich.

Würzburg - 06.03.2019

Die Erlöserschwestern in Würzburg wollen in Zukunft auf der Autobahn nicht schneller als 130 Stundenkilometer fahren und damit ein Zeichen setzen. Dieses freiwillige Tempolimit sei ein Beitrag zur Sicherheit und Schadstoffreduzierung, wie es in einer am Mittwoch in Würzburg veröffentlichten Mitteilung heißt. "Ganz besonders freue ich mich, dass sich auch viele unserer Mitarbeiter dieser Selbstverpflichtung angeschlossen haben", sagte Generaloberin Schwester Monika Edinger. Die Generalleitung und die Geschäftsleitung der Kongregation befürworteten ein Tempolimit von wenigstens 130 Stundenkilometern.

Mit einer Petition will sich auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen einsetzen. Von Aschermittwoch an sollen binnen vier Wochen 50.000 Unterschriften für das Anliegen zusammenkommen, wie die EKM im Januar ankündigte.

Mehrere katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen rufen zudem zum "Autofasten" für den Klimaschutz auf. Die ökumenische Aktion läuft in der Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zum 20. April. (tmg/KNA)