So schützen Sie sich in der Kirche vor Krankheiten
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Fünf Tipps für einen "gesunden" Gottesdienstbesuch

So schützen Sie sich in der Kirche vor Krankheiten

Die Kälte hat Deutschland derzeit fest im Griff, Ärzte warnen unterdessen vor der nächsten Grippewelle. Impfungen und gute Hygiene schützen vor der Ansteckung – doch auch die Kirche kann "Gefahrenquelle" sein.

Von Julia Martin |  Bonn - 24.01.2019

1. Weihwasserbecken als Keimherd?

Hand ins Weihwasserbecken und Kreuzzeichen: Eine obligatorische und fromme Handlung für Katholiken beim Betreten der Kirche. Doch keine Angst: Wer sich in der Erkältungszeit vor diesem möglichen Keimherd schützen möchte und darauf verzichtet, kommt nicht in die Hölle. Auch ohne Weihwasser können Sie sich als Zeichen der Ehrfurcht beim Betreten der Kirche bekreuzigen.

2. Händeschütteln beim Friedensgruß

Damit das Zeichen des Friedens nicht zum Zeichen der Ansteckung wird, können Sie auch auf das Händeschütteln verzichten. Zunicken ist wirklich völlig in Ordnung. Jeder Kirchenbesucher wird es verstehen, wenn Sie sich mit einem Hinweis auf eine mögliche Ansteckung entschuldigen.

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Solche Friedensgrüße sind in der Erkältungszeit nicht zu empfehlen.

3. Vor der Messe, nach der Messe: Händewaschen nicht vergessen

Besonders Kommunionhelfer sollten ihre Hände gründlich waschen, das heißt mindestens zehn Sekunden mit Seife einreiben, auch zwischen den Fingern. Für den Notfall vor dem Betreten der Kirche gibt es übrigens Hygienehandgele, die in jede Jackentasche passen. Wenn Sie selbst erkältet sind, sollten Sie sich lieber einen Ersatz suchen.

Zusatztipp: Blasiussegen

Am 3. Februar ist der Tag des heiligen Blasius. Der Priester steht mit gekreuzten Kerzen vor den Gläubigen und spricht die Formel "Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Er wird als Nothelfer für Halskrankheiten und Husten angerufen.

4. Trinken, trinken, trinken

Gerade wenn noch keine Erkältung ausgebrochen ist, sollten Sie viel trinken. Das schützt nämlich die Schleimhäute vor Austrocknung und damit deren Barrierefunktion gegen Bakterien und Viren. Ingwertee mobilisiert zusätzlich die Abwehrkräfte und bringt den Stoffwechsel in Schwung.

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Auch ein Erkältungstipp: Heilkräutertee.

5. Auskurieren

Schon Oma wusste: "Wer krank ist, gehört ins Bett." Beherzigen Sie diesen Ratschlag und geben Sie sich selbst die Zeit, bis Sie komplett gesund sind. Es bringt niemandem etwas, wenn Sie sich zum Gottesdienst schleppen und am Ende nicht mit ganzem Herzen dabei sein können.

Von Julia Martin

Dieser Artikel erschien zuerst im Januar 2017 und wurde am 24. Januar 2019 aktualisiert.