Der Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien.
Erzbischof soll ausschließlich pastorale Aufgaben wahrnehmen

Sonderbeauftragter tritt Dienst in Medjugorje an

Mit einer Messe mit ansässigen Katholiken und Pilgern beginnt der Sondergesandte für Medjugorje an diesem Sonntag seinen Dienst. Seine Aufgabe in dem Marienwallfahrtsort ist klar definiert.

Vatikanstadt - 21.07.2018

Der polnische Erzbischof Henryk Hoser (75) tritt sein Amt als Sonderbeauftragter für den Marienwallfahrtsort Medjugorje im Südwesten von Bosnien und Herzegowina an. Am Sonntagabend finde zu diesem Anlass eine Messe mit ansässigen Katholiken und Pilgern statt, meldete der Informationsdienst "Vatican News" am Samstag. Papst Franziskus hatte Hoser als emeritierten Leiter des Bistums Warschau-Praga mit der Begleitung der Pfarrei und der Pilger in Medjugorje beauftragt. Es handle sich um eine "ausschließlich pastorale Aufgabe in Fortsetzung der Mission als Sondergesandter des Heiligen Stuhls", hieß es bei der Ernennung im Mai.

Hoser, seit 2008 Leiter des Bistums Warschau-Praga, war vergangenen Dezember in Ruhestand getreten. Im Februar 2017 hatte Franziskus den ehemaligen Missionar und Mitarbeiter der Missionskongregation im Vatikan nach Medjugorje entsandt, um die Seelsorgepraxis im Umfeld der dort angeblich stattfindenden Marienerscheinungen zu untersuchen. Im Juni 2017 legte Hoser seinen Bericht vor. Bezüglich der Erscheinungen selbst äußerte Hoser in Interviews die Einschätzung, die ersten der seit 1981 berichteten Phänomene könnten als echt anerkannt werden. Inzwischen ereigneten sich rund 42.000 weitere Visionen. (KNA)