Feuerbestattungen auf Philippinen nur für Reiche
Allerheiligen und Allerseelen haben Volksfestcharakter

Feuerbestattungen auf Philippinen nur für Reiche

Bestattungskultur - Auch auf den katholisch geprägten Philippinen ist die Feuerbestattung immer beliebter. Allerdings können sich die nur Reiche leisten.

Manila - 27.10.2016

Die Verbrennung von Toten wird auf den katholisch geprägten Philippinen immer populärer. Jedoch sei eine Verbrennung in Krematorien ein Privileg der Reichen, sagte der Pressesprecher der Erzdiözese Manila, Roy Bellen, dem asiatischen Pressedienst Ucanews (Donnerstag). Die Kremierung sei um einiges teurer als traditionelle Bestattungen. Daher könnten sich die ärmeren Bevölkerungsschichten eine Feuerbestattung nicht leisten.

Wenige Tage vor Allerheiligen und Allerseelen erinnerte der Sprecher daran, dass auch bei einer Kremierung die Grundsätze der kirchlichen Lehre eingehalten werden müssten. Der Vatikan hatte am Dienstag eine neue Instruktion für die Beerdigung von Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung veröffentlicht.

Allerheiligen und Allerseelen haben auf den mehrheitlich katholischen Philippinen Volksfestcharakter. Die Familien der Verstorbenen versammeln sich zu den "Undas", den Tagen der Toten, auf den Friedhöfen. Nicht selten finden Picknicks an den zuvor wochenlang gepflegten Gräbern und auf den Friedhöfen statt. Die rund 15 Millionen Auslands-Philippiner können über die Website undasonline.com der Bischofskonferenz per Mausklick um Gebete für ihre verstorbenen Angehörigen bitten. (KNA)