Neue Propstei_Stefan Mueller
Neues Gotteshaus für "ausgeklügeltes Konzept" ausgezeichnet

Architektur-Preis für Leipziger Propsteikirche

Eine Kirche mit einem ausgeklügelten Konzept für einen zentralen, öffentlichen Raum: Die Propsteikirche in Leipzig ist beim "World Architecture Festival" zum religiösen Gebäude des Jahres gewählt worden.

Leipzig - 18.11.2016

Die Leipziger Propsteikirche Sankt Trinitatis ist beim renommierten "World Architecture Festival" zum religiösen Gebäude des Jahres gekürt worden. Das gab die Jury am Donnerstagabend während des Festivals bekannt, das in diesem Jahr in Berlin stattfindet. Zur Begründung führten die Preisrichter an, das im Mai 2015 geweihte Gotteshaus sei eine "wahre städtische Kirche". Es handele sich um ein "ausgeklügeltes Konzept für einen zentralen, öffentlichen Raum".

Die Errichtung der katholischen Propsteikirche im Leipziger Stadtzentrum war das größte Kirchenneubauprojekt in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. Den kubischen Bau mit 50 Meter hohem Glockenturm konzipierte das Leipziger Büro Schulz und Schulz Architekten. Die Gesamtkosten betrugen knapp 30 Millionen Euro. Die Fassade ist aus rötlichem Rochlitzer Porphyr, auch als "Sächsischer Marmor" bekannt. In dem 640 Quadratmeter großen Kirchraum finden gut 600 Menschen Platz. Mit zu dem Gebäudeensemble gehören ein Gemeindezentrum sowie vier Wohnungen.

Insgesamt bewarben sich in diesem Jahr 343 fertiggestellte Gebäude beim "World Architecture Festival", darunter vier aus Deutschland. Verliehen werden die Auszeichnungen in 32 Kategorien wie etwa "öffentliche Gebäude", "Gesundheitswesen", "Wohn- und Bürokomplexe" oder "religiöse Stätten". (KNA)

Linktipp: "Kirche als Hoffnungszeichen"

Zuletzt hatte es Probleme gegeben. Kurz vor der offiziellen Einweihung der Leipziger Propsteikirche St. Trinitatis stellte sich heraus, dass eine Glocke statische Probleme im Kirchturm verursacht. Katholisch.de hat darüber mit Propst Gregor Giele gesprochen. Im Interview erzählt er, welche Lösung gefunden wurde und warum St. Trinitatis ein wichtiges Zeichen der Kirche in der Diaspora ist. (Artikel von 2015)