Bischof Fürst spricht zu den Teilnehmern.
Aufruf zu friedlichem Miteinander und Integration

Bischof Fürst schreibt offenen Brief an Flüchtlinge

Flüchtlinge - Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst wendet sich an Flüchtlinge und Migranten. Er sichert ihnen Unterstützung der Kirche zu – doch er hat auch Forderungen an sie.

Stuttgart - 12.01.2017

Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst hat sich in einem offenen Brief an Migranten und Flüchtlinge gewandt und ihnen darin kirchliche Unterstützung und Begleitung zugesichert.
Zugleich rief er zur Achtung des Grundgesetzes und der christlichen Werte sowie zur Anerkennung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf. "Zum Gelingen der Integration gehört auch der Beitrag auf Seiten derer, die zu uns gekommen sind und noch kommen werden", heißt es in dem Brief, der in deutscher, arabischer, englischer und französischer Sprache an Flüchtlinge in Württemberg verteilt wird.

Appell gegen Gewalt

Fürst lud dazu ein, sich aktiv in die deutsche Gesellschaft einzubringen, um so eine neue Heimat zu finden. Entscheidend sei es, die deutsche Sprache zu erlernen. Eindringlich wandte sich der Bischof gegen religiös begründete Gewalt. Niemand dürfe etwa unter dem Vorwand, das "christliche Abendland" verteidigen zu wollen, Hass gegen Ausländer schüren. "Ich werbe sehr um ein friedliches Neben- und Miteinander von Christen, Muslimen, Juden, Atheisten und Menschen jedweder Glaubensrichtung in unser Gesellschaft." (KNA)

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Zum kirchlichen Welttag für Migranten und Flüchtlinge am 15. Januar

Linktipp: Brief an die Menschen, die bei uns in Deutschland Heimat finden

Im Aufruf des Evangeliums zur Nächstenliebe und zur Aufnahme Fremder sieht Bischof Gebhard Fürst die Basis des christlichen Engagements für Geflüchtete. Zum Gelingen der Integration gehöre aber auch der Beitrag derer, die in Deutschland Heimat finden wollen, betonte er in einem Brief an die Migranten.