Spielerische Reformation
Auch die Nürnberger Spielwarenmesse kommt nicht um Luther herum

Spielerische Reformation

Freizeit - Luther mal anders: als Kreuz-Bube, Teddy oder Playmobil-Figur. An der Reformation und ihrem Begründer Martin Luther kommt auch die Nürnberger Spielwarenmesse in diesem Jahr nicht vorbei.

Von Michael Jacquemain (KNA) |  Nürnberg - 30.01.2017

Wo ist der Reformationstag gesetzlicher Feiertag: In Tschechien, Chile oder Australien? Und wie heißt der bibeltreue Christ bei den Simpsons: Ned Flanders, Seymour Skinner oder Clancy Wiggum? Das sind 2 von 255 Fragen aus "Martin Luther - Das Quiz". So wie andere Puzzle, Karten- und Gesellschaftsspiele thematisiert auch das Quiz das Gedenken an die Reformation, die vor genau 500 Jahren begann - allesamt Produkte, die auch auf der Nürnberger Spielwarenmesse ab Mittwoch zu sehen sind.

Allen voran "Martin Luther. Das Spiel" aus dem Stuttgarter Kosmos-Verlag. Das handwerklich gut gemachte Strategiespiel von Erika und Martin Schlegel richtet sich an zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, die Luthers Wirkungsstätten wie Eisleben, Wittenberg oder Eisenach besuchen und dort dessen Weggefährten wie Philipp Melanchthon oder Lucas Cranach treffen.

"Martin Luther. Das Spiel"

Wenn Spielepapst Klaus Teuber, mit "Die Siedler von Catan" und vielen anderen Erfindungen vielfacher Gewinner beim "Spiel des Jahres", bei "Martin Luther. Das Spiel" zum Redaktionsteam gehörte, dürfte dies als Qualitätshinweis gelten. Ergänzt wird das Spiel durch ein kleines Heft, das Orte, Figuren und Hintergründe der Reformation kurz beschreibt.

Zum Lutherjahr gibt es eine Luther-Playmobilfigur.

"Martin Luther - Das Quiz" von Peter Neugebauer hat der Günzburger Verlag Huch and friends herausgebracht. Hier können zwei bis acht Mitspieler oder Teams ihr Wissen rund um "Kirche, Kult und Konfessionen" messen, wie es im Untertitel heißt. Wen das alles nicht interessiert, dürfte wenig Chancen auf den Sieg haben. Denn trotz einzelner Glückselemente und manch witzig-skurriler Frage: Meist gewinnt, wer viel über Religion, Geschichte und Kultur, vor allem über Filme, weiß. Die Antworten auf die Fragen heißen übrigens Chile und Ned Flanders.

Papst Leo X. ist das Karo Ass

Auch abseits der Gesellschaftsspiele kommen Luther und seine Reformation vor: Etwa beim "Reformations-Skat". Die Grafiker Ulrike Albers und Johannes Saurer haben für ASS, die Spielkartenfabrik Altenburg, Luther zum Kreuz-Bauern und seine Frau Katharina von Bora zur Kreuz Dame gemacht. Luthers Gegenspieler Papst Leo X. ist das Karo Ass. Erhältlich ist die Sonderedition über den Webauftritt von Altenburg Tourismus.

Schon länger in manchen Sortimenten: der Reformator als schwarz-weiße Playmobil-Figur, in der einen Hand einen Federkiel und in der anderen eine Bibel haltend. Die Coburger Firma Hermann-Spielwaren, die mit Papst-Bären für großes Medieninteresse gesorgt hatte, präsentiert jetzt einen auf 500 Stück limitierten "Reformationsteddy Dr. Martin Luther". Ladenverkaufspreis: stolze 239 Euro.

Von Michael Jacquemain (KNA)

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