Kardinal Rainer Maria Woelki im Porträt
Hoffnungsträger werden immer gebraucht

Kardinal Woelki verwundert über "Sankt Martin"

Politik - Wer ist für Heiligsprechungen zuständig - die Kirche oder das Magazin "Der Spiegel"? Das fragt sich zumindest der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki angesichts eines Spiegel-Titelbildes.

Köln - 05.02.2017

Das Magazin "Der Spiegel" macht den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz zum "Sankt Martin" - und löst mit dieser Würdigung des Politikers aus Würselen Verwunderung beim Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki aus. "Dabei sind ja eigentlich wir von der katholischen Kirche für Heiligsprechungen zuständig", sagte der Erzbischof am Sonntag dem Kölner Bistumssender domradio. "Aber vielleicht weiß der Spiegel schon mehr?"

Hoffnungsträger werden laut Woelki ja immer gebraucht, wenn die Lage ernst erscheine - bei Fußballvereinen genauso wie bei VW oder eben in einer Partei. Sein Hoffnungsträger heiße Jesus Christus, der ihm trotz Durststrecken und Dunkelheiten im Leben immer an der Seite gestanden habe. Woelki: "Dieser Hoffnungsträger hält, was er verspricht." (rom/KNA)

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