Friedhelm Hofmann ist emeritierter Bischof von Würzburg.
Franziskus würdigt Hirtendienst des Würzburger Bischofs

Papst nimmt Rücktritt von Bischof Hofmann an

Er sei ein guter Hirte und Vater, sagt Papst Franziskus über Bischof Friedhelm Hofmann zu dessen 25. Bischofsweihejubiläum. Zum Pontifikalamt am Sonntag überbrachte der Nuntius zudem eine große Nachricht.

Würzburg - 17.09.2017

Papst Franziskus hat den Rücktritt des Würzburger Bischofs Friedhelm Hofmann angenommen. Das verkündete der Apostolische Nuntius, Nicola Eterovic, am Sonntag in Würzburg anlässlich der Feier von Hofmanns 25. Bischofsweihejubiläum. In einem Grußwort würdigte der Papst zuvor den scheidenden Würzburger Bischof. Er habe die Hirten- und Vateraufgabe mit großer Frömmigkeit, Liebenswürdigkeit, Eifer und in beständiger Treue zum Lehramt ausgeübt, schrieb Franziskus in einem vom Nuntius verlesenen Grußwort. Hofmann wurde im Mai 75 Jahre alt und bot damit dem Papst seinen Rücktritt an. Dieser solle "offiziell" am Montag um 12 Uhr angenommen werden, sagte Eterovic.

Hofmann, der als einer von vier Söhnen einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters geboren wurde, ist seit 13 Jahren Bischof von Würzburg. Davor war er 12 Jahre Weihbischof im Erzbistum Köln. Neben Theologie und Philosophie studierte Hofmann auch Kunstgeschichte. Seine Promotion schrieb er über "Zeitgenössische Darstellungen der Apokalypse-Motive im Kirchbau seit 1945". In der Deutschen Bischofskonferenz ist er Vorsitzender der Liturgiekommission sowie Mitglied in der Kommission für Wissenschaft und Kultur.

Der Bischof dankt seinem Bistum

In seiner Predigt verwies Hofmann auf die Höhepunkte seiner Amtszeit als Bischof, etwa die Seligsprechung zweier Märtyrer der NS-Zeit, die Flüchtlingshilfe, große Wallfahrten sowie die Partnerschaften mit den Bistümern Mbinga in Tansania sowie Obidos in Brasilien. Er habe im Bistum eine große Solidarität, ein Miteinander im Glauben und Mut machenden Einsatz erlebt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erinnerte an die Neuausgabe des Gotteslobs, die Hofmann verantwortete. "Dieses Gebet- und Gesangbuch trägt Deine Handschrift." Weiter hob er Hofmanns Begabung hevor, Kunst nicht als ästhetisches Ereignis zu sehen, sondern die theologische Perspektive dahinter zu entdecken. Seine Liebe zur modernen Kunst sei immer spürbar. Deshalb sei es folgerichtig gewesen, dass er das Kunstprojekt aus Anlass von 50 Jahren Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965) in mehreren Bistümern initiiert habe. Außerdem danke Marx Hofmann dafür, "klare Worte zu finden, wo Kunst die Kirche oder das religiöse Empfinden von Gläubigen verletzt hat". (kim/KNA)

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Für die katholisch.de-Serie "Freundebuch" hat uns Friedhelm Hofmann einen Einblick in sein Leben gewährt.