Ein Domuhu-Küken
Pro Monat ein Bild junger Dom-Uhus an der Wand

Bistum Hildesheim veröffentlicht Uhu-Kalender

Vögel - Seit 2014 brüten Uhus am Hildesheimer Dom – die flauschigen Jungvögel erobern seither die Herzen weit über die Diözesangrenzen hinaus. 2019 können Fans sich nun von den Uhus durchs Jahr begleiten lassen.

Hildesheim - 26.07.2018

Fans der Hildesheimer Dom-Uhus können sie sich jetzt auch an die Wand hängen: und zwar als Monatskalender. Das Bistum Hildesheim bietet erstmals einen Fotokalender mit den zwölf schönsten Uhu-Bildern der vergangenen Jahre an. Die meisten der Bilder zeigen Jungvögel, die noch nicht flügge sind. In dieser sogenannten "Infanteristenphase" trifft man die flugunfähigen Uhuküken im Kreuzgang unterhalb des Brutplatzes der Vögel an.

"Für mich waren und sind die Domuhus etwas ganz Besonderes", betont Edmund Deppe von der Hildesheimer KirchenZeitung. Er hat die Bilder des Kalenders fotografiert. Mit großem Zeitaufwand hat er die Vögel vom Sprung aus dem Nest bis hin zum Verlassen ihres "Kindergartens" am Tausendjährigen Rosenstock begleitet. "Spannend fand ich, intensiv mitzuerleben, wie sich die jungen Uhus entwickeln – von den anfänglichen weichen Wollebällchen bis hin zu den stattlichen Vögeln, die man hin und wieder in der Dämmerung am Domhof sehen kann", so Deppe.

Junger Domuhu

Der kleine Uhu sieht fast schon wie ein großer aus – doch sein Flausch verrät ihn.

Seit 2014 nisten Uhus am Dom

Seit 2014 brüten Uhus am Hildesheimer Mariendom unter der großen Anteilnahme vieler Vogelfreunde. In den vergangenen Jahren ermöglichte eine Webcam einen Einblick in das Nest der Eulenvögel. Nach einer erfolglosen Brut 2016 konnten 2017 drei und 2018 zwei Jungvögel beobachtet werden. Die jüngste Generation ist mittlerweile flügge. Besucher des Doms müssen vor den Wildtieren keine Angst haben, teilte die Diözese in den vergangenen Jahren mit. Sie sollten allerdings Abstand halten, die Uhus nicht scheuchen, nicht stören und auf keinen Fall zu streicheln versuchen.

Uhus sind die größte Eulenart. Sie brüten vor allem in den Alpen und Mittelgebirgen in Felswänden und Steilhängen. In den letzten Jahren wurden sie aber auch zunehmend im Flachland wieder heimisch. Je nach Übersetzung wird der Uhu unter den nicht zum Verzehr geeigneten unreinen Vögeln im Alten Testament erwähnt. Die von Martin Luther mit "Uhu" übersetzen Tierarten werden in der Einheitsübersetzung, in der keine Uhus vorkommen, allerdings mit anderen Tierarten identifiziert. (fxn)