Feuer aus "wirtschaftlichen und politischen Interessen" gelegt

Deutscher Amazonas-Bischof: Waldbrände außer Kontrolle

Aktualisiert am 29.08.2019  –  Lesedauer: 

Obidos/Münster ‐ Die Waldbrände im Amazonas-Gebiet sind kein Zufall, glaubt der deutschbrasilianische Bischof Bahlmann: Es stecken "wirtschaftliche und politische Interessen" hinter dem Feuer. Doch der Oberhirte weiß, wie die Zukunft des Regenwalds gesichert werden kann.

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Stärkere Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen ist für den deutschbrasilianischen Bischof Johannes Bahlmann ein Schlüssel für die Zukunft des Regenwaldes am Amazonas. Zudem brauche es Programme zur Wiederaufforstung, und zwar zusammen mit den Kleinbauern, so dass diese "wirklich wissen, wie sie sich verhalten müssen", sagte der Bischof von Obidos im Gespräch mit der Pressestelle seines Heimatbistums Münster am Donnerstag.

Bahlmann erläuterte, die derzeitigen Waldbrände seien außer Kontrolle und teilweise absichtlich gelegt worden, und zwar "aus wirtschaftlichen und politischen Interessen". Die Großfeuer hätten globale Auswirkungen; zunächst entstehe aber ein großer Schaden für Brasilien und für das Klima in der Region am Amazonas und in Südamerika.

Bahlmann zufolge gibt es etwa im Bundesstaat Para, in dem Obidos liegt, einen "Tag des Feuers", an dem ausdrücklich dazu aufgerufen werde, Wald abzubrennen. Oft legten hier wie an anderen Orten Bauern absichtlich Feuer, die dann außer Kontrolle gerieten und auf den Regenwald übersprängen. (KNA)

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