Papst Franziskus zeigt "Daumen-hoch".
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"Immer mehr zusammenarbeiten"

Papst Franziskus lobt Heilsarmee

Die Heilsarmee zählt weltweit rund 1,6 Millionen Mitglieder. Papst Franziskus würdigte die Freikirche jetzt ausdrücklich für ihr christliches Zeugnis und ihren Dienst an den Armen – und er spricht über eine stärkere Zusammenarbeit.

Vatikanstadt - 08.11.2019

Papst Franziskus hat die Heilsarmee für ihr christliches Zeugnis und ihren Dienst für Arme gewürdigt. Der "Geschmack bedingungsloser Liebe" diene als Gegengift in einer Welt voller Egoismen und Spaltungen, sagte er am Freitag beim Empfang des Leiters der Freikirche, General Brian Peddle, im Vatikan. Ausdrücklich dankte Franziskus als Bischof von Rom auch für das Engagement der Heilsarmee zugunsten von Obdachlosen und Benachteiligten in seiner Stadt.

Echte christliche Jüngerschaft zeige sich in konkreten Akten der Güte und Solidarität, sagte Franziskus. Auf dieser Basis könnten sich Katholiken und Mitglieder der Heilsarmee "gegenseitig helfen und in wechselseitigem Respekt immer mehr zusammenarbeiten". Zugleich erinnerte der 82-jährige Papst daran, dass er bei einer Begegnung mit Heilsarmee-Mitgliedern mit seiner Großmutter seine "erste Lektion in Ökumene" erhalten habe.

Die Heilsarmee wurde 1865 von dem Methodistenpastor William Booth in den Elendsvierteln im Osten Londons gegründet. Die Freikirche sieht ihren Auftrag darin, das Evangelium auch auf den Straßen zu predigen und menschlicher Not ohne Ansehen der Person zu begegnen. Der 62-jährige Kanadier Peddle steht der Gemeinschaft, die nach eigenen Angaben weltweit rund 1,6 Millionen Mitglieder zählt, seit August 2018 als General vor. (KNA)