Gesellschaft für deutsche Sprache stellt Liste vor

Beliebteste Vornamen 2019: Zwei biblische Namen liegen an der Spitze

Aktualisiert am 11.05.2020  –  Lesedauer: 

Wiesbaden ‐ Nicht nur von werdenden Eltern wird jedes Jahr die Liste der beliebtesten Jungen- und Mädchennamen mit Spannung erwartet. 2019 haben es bei beiden Geschlechtern biblische Namen an die Spitze geschafft.

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Die 2019 am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland waren Hannah (Hanna) bei den Mädchen und Noah bei den Jungen. Dies teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Montag in Wiesbaden mit. Auf den folgenden Plätzen landeten bei den Mädchen Emma, Mia, Emilia, Sophia/Sofia und Lina sowie Ben, Paul, Leon, Luis/Louis und Henri/Henry bei den Jungen.

Damit liegen zwei christliche bzw. biblische Vornamen an der Spitze. Hanna(h) war als Zeugin anwesend, als Maria und Josef Jesus als Neugeborenes in den Tempel brachten. Neben dem greisen Simeon erkannte sie in Jesus den Messias. Die Witwe Hannah galt laut Bibel als eine fromme Frau, die Tag und Nacht mit Fasten und Beten verbrachte. Die Geschichte der Sintflut und der Arche des Noa(h) ist eine der bekanntesten Geschichten des Alten Testaments: Die Menschen haben Gott enttäuscht, deshalb plant er, sie zu vernichten. Doch den gerechten Noa und seine Frau will er verschonen. Er lässt sie eine Arche bauen und jeweils ein Tierpaar mitnehmen. So überleben sie die 40 Tage andauernde Flut und besiedeln die Erde neu.

Erstmals unterschied die Gesellschaft zwischen Erst- und Zweitnamen, weshalb ein Vergleich mit der Liste der Vorjahre nicht möglich ist. Bei den Zweit- beziehungsweise Folgenamen landeten 2019 bei den Mädchen Sophie/Sofie und Marie vor Maria und Luise. Bei den Jungen waren es Alexander und Maximilian vor Elias und Paul. 2018 waren laut GfdS Marie und Paul - bei den Erst- und Zweitnamen zusammen - die am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland. Die GfdS veröffentlicht ihre Übersicht seit dem Jahr 1977. Dabei werden Erst-, Zweit- und gegebenenfalls weitere Vornamen berücksichtigt. Teilgenommen haben dieses Jahr mehr als 700 Standesämter bundesweit, die knapp eine Million Einzelnamen übermittelten. Damit seien 89 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst worden, hieß es. Gemeldet wurden mehr als 65.000 verschiedene Namen. Eine amtliche Statistik der häufigsten Vornamen gibt es in Deutschland nicht. (tmg/KNA/epd)