Hape Kerkeling
Komiker sagt, "der Job" wäre aber nichts für ihn

Hape Kerkeling: Wenn ich einen Tag Gott wäre, ...

Aus der Kirche ist Hape Kerkeling bereits vor vielen Jahren ausgetreten. Eine Vorstellung von Gott hat der Komiker trotzdem. Deshalb wisse er auch genau, was er tun würde, wenn er einen Tag lang in seine Fußstapfen treten würde.

Augsburg - 23.05.2020

Hape Kerkeling (55), Komiker und Moderator, traut Gott eine Menge Humor zu. "Ich glaube, Gott lacht gern", sagte Kerkeling in einem Interview mit der "Neuen Bildpost" und der "Katholischen SonntagsZeitung für Deutschland", die in Augsburg verlegt werden. "Insofern darf man auch über das Image des Allerhöchsten gelungene Scherze machen." Guter Humor komme aus der Liebe. "Und die Liebe ist bei Gott."

In dem Interview äußert sich der Entertainer, der 1980 aus der katholischen Kirche austrat, ausführlich zu seinem Glauben. Wenn er für einen Tag anstelle Gottes das Sagen hätte, würde es "wohl Hirn vom Himmel regnen und die Herzen würden vor Freude überlaufen". Grundsätzlich sei "der Job" aber wohl nichts für ihn und die Stelle derzeit ja auch "trotz Wirtschaftskrise nicht zu vergeben".

Sein größtes Vorbild ist ein Heiliger

Als sein größtes Vorbild bezeichnete Kerkeling den heiligen Franziskus, vor Mahatma Gandhi und Nelson Mandela. Sein Lebensmotto laute: "Mit Gott fang an, mit Gott hör auf. Das ist der schönste Lebenslauf!"

Hape Kerkeling wurde 1964 in Recklinghausen geboren. In seiner Kindheit und Jugend stand ihm eine verwandte Ordensfrau in schwierigen Zeiten zur Seite, wie er in seinem bereits verfilmten Buch "Der Junge muss an die frische Luft" schrieb. Während seiner Fernsehkarriere wurde er mehrfach ausgezeichnet. Nach einem Burn-Out entschloss er sich 2001, auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Spanien zu pilgern. Sein Reisebericht unter dem Titel "Ich bin dann mal weg" stand mehr als 100 Wochen an der Spitze der Bestsellerliste. (mpl/KNA)