Orthodoxe Kirche plant Feier zum 1.700-Jahr-Gedenken von Nizäa
Konzil war zentrales Ereignis der frühen Kirchengeschichte

Orthodoxe Kirche plant Feier zum 1.700-Jahr-Gedenken von Nizäa

Das Konzil von Nizäa war ein zentrales Ereignis der frühen Kirchengeschichte. Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland hat jetzt beschlossen, das 1.700-jährige Jubiläum der Versammlung im Jahr 2025 mit einer Feier zu würdigen.

Bonn - 10.10.2020

Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) will im Jahr 2025 eine zentrale Feier zur Würdigung des 1.700-jährigen Jubiläums des I. Ökumenischen Konzils (Nizäa 325) ausrichten. Dazu sollten Vertreter der anderen christlichen Kirchen eingeladen werden, teilte die OBKD nach ihrer Herbstsitzung am Freitag in Bonn mit. Geplant seien neben einer gemeinsamen Liturgie der orthodoxen Bischöfe Deutschlands ein Studientag und weitere Veranstaltungen in Kirchengemeinden in ganz Deutschland. Das vom römischen Kaiser Konstantin einberufene Konzil von Nizäa war die erste zentrale Bischofsversammlung für die noch ungeteilte Universalkirche; seine Beschlüsse zum Glaubensbekenntnis gelten in allen christlichen Konfessionen.

An der Konferenz nahmen nach OBKD-Angaben Vertreter der griechischen, antiochenischen, serbischen und rumänischen Diözesen in Deutschland teil. Die Bischöfe der russisch-orthodoxen Kirche nehmen wegen des Streits um die kirchliche Jurisdiktion in der Ukraine seit Ende 2018 nicht an den Sitzungen teil. Weitere Themen der Beratungen waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das orthodoxe Gemeindeleben in Deutschland sowie Berichte aus der Kommission für die Übersetzung liturgischer Texte, der Theologischen Kommission, der Kommission für Schule und Religionsunterricht, der Beauftragten für die Medienarbeit und für die innerchristliche Zusammenarbeit. Zur Intensivierung der Beziehungen zu den staatlichen Stellen im Land Nordrhein-Westfalen, in dem drei orthodoxe Diözesen ihren Sitz haben, berief die OBKD einen eigenen Beauftragten, den Kölner antiochenisch-orthodoxen Erzpriester Elias Esber. (KNA)