Das Emoji "gefaltete Hände" auf einem Facebook-blauen Hintergrund
Vorerst nur in den USA

Facebook testet neues Gebets-Posting-Format

Gebetsaufrufe gibt es auf Facebook immer wieder – und gerade während der Corona-Pandemie wurden für viele Gemeinden Facebook-Seiten besonders wichtig. Darauf reagiert nun Facebook und testet eine Funktion für Gebete.

Bonn - 23.04.2021

Facebook testet ein neues Posting-Format, mit dem Nutzer sich gegenseitig um ihr Gebet bitten können. Gegenüber katholisch.de bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag US-Presseberichte über die neue Funktion. "Das Feature wird zur Zeit nur in den USA getestet, ein Test außerhalb der USA ist zur Zeit nicht geplant", so die Sprecherin.

Laut einem Bericht des "Religion News Service" (RNS) vom Mittwoch wird das Feature bei ausgewählten US-Nutzern getestet. Administratoren von Facebook-Gruppen müssen die Funktion freischalten, damit Mitglieder Gebetsanliegen posten können. Mit einem Klick auf eine mit "Pray" ("Beten") beschriftete Schaltfläche können andere das Gebetsanliegen unterstützen. Wie bei den üblichen Posting-Formaten sollen auch öffentliche und private Antworten sowie ausgewählte Reaktionen mit Emojis möglich sein.

Hohe Aktivität auf Facebook während Ostern und Pessach

Auf Twitter hatte der Leiter des Umfrageinstituts "Public Religion Research Institute", Robert Jones, bereits in der vergangenen Woche einen Screenshot veröffentlicht, der eine Information Facebooks über die neue Funktion zeigt. Darin heißt es: "Wir stellen 'Prayer Posts' vor – Du kannst Gruppenmitgliedern erlauben, in einem Posting um Gebete zu bitten und darauf zu antworten. Du kannst 'Prayer Request posts' in den Gruppeneinstellungen verwalten und einstellen, wer sie erstellen kann."

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Laut Facebook ist die Idee zu der neuen Funktion im Zuge der Corona-Pandemie entstanden. 2020 war die Woche im April, in die sowohl Ostern wie Pessach fielen, gemäß Facebooks Jahresrückblick die Woche mit dem größten Aufkommen an Videoanrufen über den Facebook-Messenger und für Livestreams von religiösen und spirituellen Facebook-Fanseiten. "Unsere Mission, Menschen die Kraft zu geben, eine Gemeinschaft aufzubauen, erstreckt sich auf die größte Gemeinschaft der Welt: die Gemeinschaft der Glaubenden", so die Leiterin von Facebooks Projekt "Globale Glaubenspartnerschaften", Nona Jones. Die Pastorin habe in ihrer eigenen Arbeit festgestellt, wie belastend die Covid-Krise für Glaubensgemeinschaften sei. "Deshalb setzen wir uns dafür ein, Wege zu finden, um die Werkzeuge zu entwickeln, die den Menschen helfen, auf Facebook Verbindung mit der Hoffnung aufzunehmen", so Jones gegenüber RNS. (fxn)