Ein Mikrofon vor einem Kreuz
Arbeitsverhältnis bei Basler Landeskirche "auf eigenen Wunsch" beendet

Nach Hitler-Vergleich: Umstrittener Katholiken-Sprecher geht

Der Sprecher der Katholiken in Basel hat seinen Job an den Nagel gehängt. In den vergangenen Wochen war Meinrad Stöcklin mehrmals mit fragwürdigen Aussagen aufgefallen – darunter auch ein Hitler-Vergleich.

Basel - 16.09.2021

Der Sprecher der Katholiken in Basel, Meinrad Stöcklin, hat gekündigt. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses sei "auf eigenen Wunsch" geschehen, berichtete das Schweizer Nachrichtenportal "kath.ch" unter Bezugnahme auf einen Brief von Kirchenpräsident Christian Griss. Die katholische Kirche in Basel danke Stöcklin "für die geleisteten Dienste und wünscht ihm alles Gute", schrieb Griss weiter. Der Kirchenratspräsident steht dem höchsten Gremium der Kantonalkirche vor, das die demokratisch verfasste Landeskirche unabhängig vom hierarchisch organisierten Bistum Basel leitet und ihre Güter verwaltet.

Stöcklin hatte für heftige Kritik gesorgt, als er im August einen Facebook-Post mit provozierendem Inhalt teilte: "Wie konnten sich die Massen unter Hitler nur so dumm manipulieren lassen? Die Corona-Trottel von heute geben uns die Antwort", so der Wortlaut. Der damalige Sprecher der Baseler Katholiken antwortete auf die folgende Kritik, sein Post sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt. "Ich habe diesen Facebook-Eintrag explizit als Privatperson getätigt und stehe zu jedem Wort", so Stöcklin. Die politischen Maßnahmen in der Pandemie erinnerten ihn an "ganz dunkle Zeiten". Vor wenigen Tagen hatte er zudem den Vorwurf der Corona-Diktatur erhoben. Ob die Kündigung von Stöcklin mit der Kritik an seinen Äußerungen in Verbindung steht, konnte "kath.ch" nicht bestätigen. (rom)